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Berühren. Anthropologische und Politische Dimensionen - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 0720 Kurztext
Semester WiSe 2021/22 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 20 Max. Teilnehmer/-innen 20
Rhythmus i.d.R. jedes Semester Studienjahr / Zielgruppe Ausschließlich Master-Studierende
Credits 3 Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Manuell (?)
Hyperlink   Evaluation Ja (als gesamte Veranstaltung - online)
Sprache deutsch
Anmeldefristen Anmeldung (Einzelvergabe)    07.09.2021 - 28.10.2021 23:59:59   
Abmeldung bis Ende VL-Zeit    30.10.2021 - 11.02.2022    aktuell
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
iCalendar Export Do. 10:00 bis 12:00 c.t. Einzeltermin am 04.11.2021     fällt aus

Dieser Termin ist in den Raum 46/003 (Domäne, AZP-Bibliothek) verlegt worden.

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Einzeltermine anzeigen
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Do. 10:00 bis 12:00 c.t. Einzeltermin am 04.11.2021 Hs 46 / Weißes Haus - Hs 46/003 (Bibliothek Philosophie und Handapparat Kulturpolitik) Raumplan        
Einzeltermine anzeigen
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Do. 10:00 bis 12:00 c.t. wöchentlich 11.11.2021 bis 10.02.2022  Hs 50 / Hohes Haus - Hs 50/202 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan   findet statt     32
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Personen
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Hetzel, Andreas, Professor Dr. phil. habil. verantwortlich und durchführend
Weitere Person Zuständigkeit
Learnwebbearbeitung,  nicht durchführend, nicht verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester ECTS Kontingent
Master M.A. Phil.u.Künste interk
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
PKI-Vert Stb. 4, MA FB 2: Wahlmodul / freies Vertiefungsmodul (3 LP)
MPH-PdKV Philosophie der Künste (V)
MPH-PdKS Philosophie der Künste (S)
PKI-Aesth Modul: Ästhetik
MPI-EuPV Ethik und Politik (V)
MPH-ZWV (Phil) Zeichen und Wirklichkeit (V)
PKI-ThePh Modul: Theoretische Philosophie
PKI-PraPh Modul: Praktische Philosophie
MPI-EuPS Ethik und Politik (S)
MPH-ZWS (Phil) Zeichen und Wirklichkeit (S)
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Philosophie
Inhalt
Literatur

Zur Vorbereitung/Einstimmung:

 

Wilhelm Schmid, Von der Kraft der Berührung, Berlin 2019.

 

Im Seminar lesen wir:

 

Johann Gottfried Herder, "Plastik:  Einige Wahrnehmungen über Form und Gestalt aus Pygmalions bildendem Traume" (1778), https://www.deutschestextarchiv.de/book/show/herder_plastik_1778

           begleitend dazu: Ulrike Zeuch, Umkehr der Sinneshierarchie. Herder und die Aufwertung des Tastsinns, Tübingen 2000.

Maurice Merleau-Ponty, "Der Philosoph und sein Schatten", in: ders.: Das Auge und der Geist, Reinbek bei Hamburg 1967, 45-67.

Gesa Lindemann, Die Ordnung der Berührung: Staat, Gewalt und Kritik in Zeiten der Coronakrise, Weilerswist 2020.

Jean-Luc Nancy, Noli me tangere, Berlin/Zürich 2019.

Jean-Luc Nancy/Adèle Van Reeth, Lust, Wien 2011, 109-124.

Jacques Derrida, Berühren. Jean Luc-Nancy, Wien 2007 (Ausschnitte).

Karen Barad, "Berühren - das Nicht-Menschliche, das ich also bin", in: Kerstin Stakemeier (Hg.), Susanne Witzgall (Hg.), Macht des Materials – Politik der Materialität, Berlin 2014, 163-176.

Bemerkung

Studienleistung: Kurzvortrag mit Stundenmoderation 

möglicher Modulabschluss: Hausarbeit, andere Formen nach Absprache

Voraussetzungen

Vorausgesetzt wir die Bereitschaft zur Lektüre anspruchsvollerer Texte und eine entsprechende gründliche Vorbereitung auf die einzelnen Sitzungen.

Lerninhalte

Berührungen können heilen und verletzen, verbinden und trennen, schmerzen und beglücken. Die Corona-Pandemie wie die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben uns vor Augen geführt, wie sehr menschliches Leben nicht nur auf helfende Hände angewiesen ist, sondern auch auf Berührungen. Im Berühren werden wir uns inne, dass wir unser Leben und Selbst-Sein anderen verdanken, dass wir bereits auf der Ebene unseres eigenleiblichen Empfindens mit Anderen kommunizieren und mit ihnen verbunden sind. "Eine berührungslose Gesellschaft", so schreibt die Soziologin Gesa Lindemann, "wären tote, nebeneinander liegende Körper." Im Seminar erkunden wir die Bedeutung des Berührens für unser Menschsein und diskutieren Politiken, die Ordnungen des Berührens errichten, die festlegen, wer, wann und unter welchen Bedingungen berühren und berührt werden darf. Wir beginnen mir einer sinnesanthropologischen Untersuchgung des Tastsinns ausgehend von Arbeiten Herders. In einem zweiten Schritt thematisieren wir das leibphänomenologische Konzept der Interkorporatlität (Maurice Merlau-Ponty). Den sozialen und politischen Dimensionen des Berührens nähern wir uns ausgehend von Texten Helmuth Plessners und Gesa Lindemanns. Abschließend befassen wir uns im Dialog mit Jean-Luc Nancy und Jacques Derrida mit dem Zusammenhang von leiblichem Exponiertsein, Sensibilität, Verletzlichkeit und Berührung.

In zwei Sitzungen, die von der Tanz-Choreographin Dominika Cohn gestaltet werden, werden wir uns dem Thema auch praktisch (Berühren von Oberflächen des Raumes, Selbstberührung, Contact Improvisation mit einfachen Partnerübungen) nähern.

 

 

 

Zielgruppe

MA-Studierende


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2021/22 gefunden:
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