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ENTFÄLLT - "COMING OF AGE" als große Erwartungen an das Leben. (Projektsemester) - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Projekt Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 2012 Kurztext
Semester SoSe 2020 SWS 8
Erwartete Teilnehmer/-innen 17 Max. Teilnehmer/-innen 17
Rhythmus Studienjahr / Zielgruppe Ausschließlich Bachelor-Studierende
Credits
Hyperlink   Evaluation
Sprache deutsch
Anwesenheitspflicht Ja (mind. 80%) (?)
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export
Mi. 10:00 bis 18:00 wöchentlich Externes Gebäude - -- (keine Raumbuchung / externer Raum) Raumplan        
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Do. 10:00 bis 18:00 wöchentlich Externes Gebäude - -- (keine Raumbuchung / externer Raum) Raumplan        
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Fr. 10:00 bis 18:00 wöchentlich Externes Gebäude - -- (keine Raumbuchung / externer Raum) Raumplan        
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Personen
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Grawe, Thilo verantwortlich und durchführend
Weitere Person Zuständigkeit
Matzke, Annemarie, Professorin Dr. verantwortlich, nicht durchführend
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
KUW-PROJ Interdisziplinäres Projektmodul
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Medien, Theater und Populäre Kultur
Inhalt
Lerninhalte

„Erwartungen, die doch bitte hier im Theaterraum, in dem ja alles möglich sein soll, in dem ja Liminalität (was immer das auch heißt) möglich sein soll, endlich erfüllt werden sollen.
Ich habe Freunde aus der Kita, der Krabbelgruppe, der Vor- und Grundschule zurückgelassen, habe einen höheren Bildungsabschluss nicht verdient, aber zumindest geschafft, bin nach Hildesheim gekommen – wo ich nie hinwollte - habe da Erika-Fischer-Lichte, John Austin und Victor Turner gelesen und doch nicht verstanden. Ich habe angefangen das Theater - für das ich doch eigentlich hier her gekommen bin - zu hassen (oder zumindest nicht mehr gut zu finden). Kurz um: bisher hat mir das Leben nicht mehr gebracht als ein paar mehr Haare hier und da und ein paar Haare weniger dort; erste Schulden – oder zumindest die Aussicht darauf, einen ollen Handyvertrag, aus dem ich nicht mehr rauskomme, kaputte Handydisplays, die ich nicht schon wieder austauschen werde, vergessene Wäsche, die jetzt müffelt und ein stets leerer Kühlschrank. Wo ist denn jetzt die Große, die Freie oder die Bedingungslose Liebe, frag ich. Wo das große Abenteuer, wo die wilden Nächte? Wo die Mündigkeit, das sorgenfreie Leben, der soziale Aufstieg, die vielversprechende Zukunft nach den unbezahlten Praktikas? Jetzt wo ich doch fast erwachsen bin (aber eben nicht ganz), kann ich das ja Mal fragen, oder? Was muss ich tun, um all das hier und jetzt herbeizuführen, um es jetzt einzuläuten, um endlich erwachsen zu sein, um nach dieser Aufführung, die ich mit dir teilen möchte, endlich als „Erwachsener“ (Mensch) herauszugehen? Ich würd es (wirklich!) tun - ich bin bereit - ich habe meinen Körper mit hierher gebracht und ich stehe in der Gasse bereit - bereit für das Leben danach, bereit für meinen großen Auftritt und ich hoffe wenigstens Du hast auf mich gewartet.“
So wollen wir zusammen arbeiten
Arbeitsfragen: Wie kann ich „Erwachsen“-sein proben? Wie kann ich es rituell, vor und für andere oder mit anderen herbeiführen, heraufbeschwöre, behaupten oder herstellen? Kann diese Erwartung im und durch das Theater zur Wirklichkeit werden? Welche Schwellenerfahrungen kann mir die Aufführung ermöglichen, um mich verändert – gar transformiert – aus ihr zu entlassen? Und wie sieht das aus?
Vorgehen: Die Teilnehmer*innen sollen zu szenischen Arbeiten in Klein(st)Gruppen bewegt werden. Stets soll es darum gehen im Rahmen einer Forschenden Theaters Versuchs- Anordnungen für eine ästhetische Praxis zu entwerfen. Ausgangspunkt bilden ausgiebige Gesprächsrunden, um Erfahrungen auszutauschen, eigene Rechercheergebnisse und Forschungsinteressen einzubringen, einleitende Impulsworkshops zur Forschenden Theaterpraxis, sowie eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Topos Coming-of-Age (auch im Rahmen von Übernachtungspartys bzw. langen Filmnächten auf der Domäne). Darüber hinaus geht es auch darum aktuelle Theaterdebatten (Repräsentation, Reproduktion, utopische Räume, etc.) einzubeziehen – all das jeweils auch als Projektionsfläche für Große Erwartungen. Die eigene Perspektive soll dabei stets Ausgangspunkt für eine methodische, statt bloß inhaltliche, Arbeit mit der eigenen Biografie sein, die sich im Spiel eben auch autofiktional begreifen lässt. Die Projektleitung wird die szenischen Arbeiten nach der gemeinsamen Anfangsphase ggf. individuell weiter betreuen. Am Ende sollen kleine Versuchsaufbauten und Aufführungen stehen, die sich der Herausforderung stellen „Coming- of-Age“ eben nicht nur zu proben, sondern auch zu performen. Zur solidarischen Praxis miteinander gehört es auch die Konzepte gegenseitig zu diskutieren, gegenseitig Proben und Feedbackrunden zu besuchen, sowie bei formalen und inhaltlichen Konzeption, sowie der technischen Durchführung der anderen Projekte auszuhelfen.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020 , Aktuelles Semester: WiSe 2020/21
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