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Was heißt lügen? Ästhetische und medientheoretische Zugänge zur Unwahrheit - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 0712 Kurztext
Semester SoSe 2018 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 30 Max. Teilnehmer/-innen 30
Rhythmus i.d.R. jedes Semester Studienjahr / Zielgruppe Bachelor-Studierende (für Master-Studierende geöffnet)
Credits 3 Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Manuell (?)
Hyperlink   Evaluation
Sprache deutsch
Anmeldefristen Anmeldung (Einzelvergabe) 13.03.2018 - 03.04.2018 23:59:59

Anmeldepflicht
Anmeldung zweite Runde II (m. Gruppenprio.) 05.04.2018 - 13.04.2018 12:00:00

Anmeldepflicht
Abmeldung bis Ende VL-Zeit 05.04.2018 - 15.07.2018 23:59:59

Anmeldepflicht
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export
Mi. 10:00 bis 12:00 c.t. wöchentlich 11.04.2018 bis 11.07.2018  Hs 48 / Malerei - Hs 48/005 (Domäne - Kleiner Seminarraum - Inst. für Bildende Kunst) Raumplan   findet statt     20
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Keskin, Mesut, Dr. verantwortlich und durchführend
Learnwebbearbeiterin,  nicht durchführend, nicht verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester ECTS Kontingent
Bachelor B.A. Philosophie-Künste-M
Master M.A. Philosophie-Künste-M
Master M.A. Phil.u.Künste interk
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
PH-KMS (Phil) Natur und Kultur/Kultur und Medien (S)
PH-TPS (Phil) Texte und Positionen (S)
MPH-ZWS (Phil) Zeichen und Wirklichkeit (S)
PH-AM (Phil) Aufbaumodul
MPH-VM Vertiefungsmodul Master PKM
PH-Vert (Phil) Vertiefungsmodul Philosophie BA PKM (3 LP)
MPH-PdKS Philosophie der Künste (S)
MPH-EÄS (Phil) Ethik und Ästhetik (S)
MPI-EuPS Ethik und Politik (S)
MPH-KMS (Phil) Kulturen und Medien (S)
PH-WGS (Phil) Wahrnehmen und Gestalten/Wahrnehmung und Künste (S)
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Philosophie
Inhalt
Literatur

Literatur (Auswahl):
Arendt, H. (1970): Macht und Gewalt, München.

Baruzzi, A. (1996): Philosophie der Lüge, Darmstadt.  

Derrida, J. (2015): Geschichte der Lüge, übers. Von N. Tessmann, Wien [Fr. (2012): Histoire du mensonge. Prolégomènes, Paris].
Eco, U. (1992): Über Spiegel. in: Über Spiegel und andere Phänomene. München.
Freud, S. (1992): Zur Dynamik der Übertragung. Behandlungstheoretische Schriften, Frankfurt.
Heidegger, M. (2006): Einführung in die phänomenologische Forschung, Frankfurt.
Jaspers, K. (1947): Von der Wahrheit, München.
Kant, I. (1781/1787), „Vom Meinen, Wissen und Glauben“, Abschnitt aus: Methodenlehre der Kritik der reinen Vernunft. Riga.
Kierkegaard, S. (1964): „Vier erbauliche Reden 1844. Drei Reden bei gedachten Gelegenheiten 1845“, in: Gesammelte Werke 13 / 14., Köln. S. 166.
Koyré, A. (1996/2016): Réflexions sur le mensonge, Paris.
Lotter, M.-S. (2017): Die Lüge. Texte von der Antike bis in die Gegenwart, Stuttgart. 

Nietzsche, F. (1988): Jenseits von Gut und Böse, München.
Stangneth, B. (2017): Lügen lesen, Reinbek bei Hamburg.

Seiffert, J. (2018): Die grössten Lügen der Weltgeschichte. Fälschungen, Tricks und Propaganda, Berlin.

Bemerkung

Studienleistung: Vorbereitung auf die wöchentliche Pflichtlektüre aus der Primär- und Sekundärliteratur, die nicht mehr als 30 Seiten umfasst.  

Möglicher Modulabschluss: Hausarbeit

Lerninhalte

Wenn der Mensch lügt, seit er weiß, wie man „Zeichen“ setzt, so ist die Lüge ein Urphänomen des menschlichen Lebens, das aber auch zum Gegenstand der philosophischen und wissenschaftlichen Forschung geworden ist. Dass man nicht nur beim Sprechen, Schreiben, Zeichnen, Darstellen und ja beim Schweigen, sondern auch mit Blicken, Bildern und Gesten lügt, ist im Alltag zu begegnen sowie in der Menschheitsgeschichte als einer Geschichte der Verfälschungen und Täuschungen zu betrachten. Eine Geschichte der Lüge, die sich vor allem auf Wahrheit, Aufrichtigkeit, Welt, Absicht, Mitteilung, Aussage, Irreführung, Betrug, Glaube, Fehlleiten und Tatbestand bezieht, war immer wichtiger Ansatz einer medialen und ästhetischen Philosophie. Von dieser Bedeutung und Aktualität der Lüge als Unwahrheit her lässt sich die Lüge als „Macht“ und „Wissen“ untersuchen. Zugrunde liegen folgende philosophische Feststellungen: 

"Das Dasein trägt in sich selbst die Möglichkeit der Täuschung und der Lüge". M. Heidegger

"Das aber heißt, daß unsere Fähigkeit zu lügen - aber keineswegs unser Vermögen, die Wahrheit zu sagen - zu den wenigen Daten gehört, die uns nachweislich bestätigen, daß es so etwas wie Freiheit wirklich gibt". H. Arendt

"Dies Alles will sagen: wir sind von Grund aus, von Alters her - an's Lügen gewöhnt. Oder, um es tugendhafter und heuchlerischer, kurz angenehmer auszudrücken: man ist viel mehr Künstler als man weiss". F. Nietzsche


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2018 , Aktuelles Semester: WiSe 2018/19
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