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Projektband Chemie - Begleitveranstaltung - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Projekt Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 6348 Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 20
Rhythmus Studienjahr / Zielgruppe
Credits Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Manuell (?)
Hyperlink   Evaluation Ja - Präsenzveranstaltung
Sprache deutsch
Keine Anmeldefrist
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export
Do. 10:00 bis 12:00 wöchentlich Gebäude D (Hauptcampus) - HC.D.4.06 (Fachseminarraum Chemie, Labortische) Raumplan        
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Personen
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Düker, Peter verantwortlich und durchführend
Weitere Person Zuständigkeit
Koordinierungsstelle Lehramt,  nicht durchführend, nicht verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester ECTS Kontingent
Master Lehramt an Haupt- und Realschulen mit dem Schwerpunkt Hauptschule (viersemestrig) Bildungswissenschaften
Master Lehramt an Haupt- und Realschulen mit dem Schwerpunkt Realschule (viersemestrig) Bildungswissenschaften
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
LGHR-02TM2 Projektband TM 2: Durchführung des Projekts und Begleitveranstaltung
Zuordnung zu Einrichtungen
Abt. Chemie
Inhalt
Lerninhalte

„Hey, Papagei. Wenn ich rede, hältst du den Schnabel!“*
Alltägliche Entgrenzungen durch Lehrkräfte und Andreas Wernets „Pädagogische
Permissivität“ als Alternative zur pädagogischen Beziehungsrhetorik.

Lehrkräfte fürchten Entgrenzungen von Schülerinnenseite, haben aber selbst
diesbezüglich wenig Hemmungen. Entgrenzungen durch Lehrkräfte sind schulischer
Alltag. Lernende werden von Lehrkräften beschämt und klassenöffentlich
vorgeführt. Legitimiert durch das Beziehungsdogma sieht sich der Pädagoge
berechtigt, persönliche Eigenarten des Lernenden zu bewerten, seinen mangelnden
Leistungswillen hervorzuheben, seine Klausurnoten zu kommentieren und ihn –
wenn er sich den besten pädagogischen Erziehungsabsichten entziehen will – zu
einem Fall zu machen, den es „zu knacken“ gilt.
Die Überfrachtung des Lehrberufs mit einem die ganze Person des Lernenden
umgreifenden Fürsorgeanspruchs äußert sich in der Praxis als willkürliche
Entgrenzung.
Im Projektband wird gegen den pädagogischen Mainstream, der die Lehrtätigkeit
zur mit Widersprüchen gespickten Profession erhöht, eine soziologisch fundierte
„Pädagogik der Enthaltsamkeit“ gesetzt – Andreas Wernets „Pädagogische
Permissivität“. Sie bietet – so die These – den Bezugspunkt für einen respektvollen
Umgang mit Schülerinnen und Schülern, indem sie die Lehrkräfte auf das
leistungsuniversalistische Paradigma verpflichtet und ihren Zugriff auf die
Lernenden damit begrenzt. Gleichzeitig kann sie das Risiko unterrichtlicher
Eskalationen erheblich senken und im Fall von Störungen adäquate Interventionen
empfehlen. Darüber hinaus ist sie mit den bestehenden schulischen
Rahmenbedingungen und Strukturen kompatibel.
Im ersten Semester werden wir uns im Seminar mit dem theoretischen Fundament
der Pädagogischen Permissivität befassen. An Hand von Fallbeispielen, die mit der
Methode der Objektiven Hermeneutik analysiert werden, prüfen wir das Konzept
empirisch. Im Praxissemester soll die Pädagogische Permissivität „erprobt“ werden.
Die Ergebnisse dieser Erprobung stehen im Mittelpunkt des abschließenden
Semesters.
Dieses Projektband ist empfohlen für alle, die noch nicht überzeugt sind, dass
Theorie für die Praxis des Lehrberufs unabdingbar ist.
* Zitat aus dem Fallarchiv „Kasus“ der Universität Hannover.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:
Chemie  - - - 1
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