| Literatur |
- Dern, Susanne; Spangenberg, Ulrike (2019): „Schutz vor Diskriminierung im Schulkontext – Rechtsgrundlagen und Handlungsmöglichkeiten schulischer Akteur*innen.“ In: Foitzik, Andreas; Foitzik, Andreas; Lukas Hezel (Hrsg.) (2019): Diskriminierungskritische Schule. Einführung in theoretische Grundlagen, Beltz. Seite 200 – 214.
- Gomolla, Mechthild (2023): „Direkte und indirekte, institutionelle und strukturelle Diskriminierung.“ In: Albert Scherr; Reinhardt, Anna Cornelia; El-Mafaalani, Aladin (Hrsg.): Handbuch Diskriminierung. 2., erweiterte und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: Springer VS, Seite 171-195.
- Uslucan, Haci-Halil (2023): „Prävention von Stereotypen und Diskriminierungen im schulischen Kontext.“ In: Albert Scherr; Reinhardt, Anna Cornelia; El-Mafaalani, Aladin (Hrsg.): Handbuch Diskriminierung. 2., erweiterte und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: Springer VS, Seite 995 – 979.
- Scharathow, Wiebke (2017): Jugendliche und Rassismuserfahrungen. Kontexte, Handlungsherausforderungen und Umgangsweisen. In: Fereidooni, Karim; El, Meral (Hrsg.): Rassismuskritik und Widerstandsformen, Springer VS. Seite 107-128.
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| Lerninhalte |
Kinder und Jugendliche erleben in Schulen anknüpfend an zentrale Dimension ihrer Persönlichkeit, wie ihrer ethnisch-kulturellen Herkunft, ihrer Religion, dem Geschlecht oder der Geschlechtsidentität, wegen einer Behinderung oder der sozialen Herkunft Ausgrenzung, Herabwürdigung und eine Anders- und Schlechterbehandlung. Dadurch erfahren sie Schule als keinen sicheren Ort, sondern einen, in dem Ungleichwertigkeitsideologien legitimiert und reproduziert werden. Die Daten zeigen, dass Diskriminierung nicht nur von Mitschüler*innen, sondern auch von Lehrkräften ausgehen kann oder institutionell verankert ist. Diese schulische Realität steht nicht nur im Widerspruch zu den Grund- und menschenrechtlichen Diskriminierungsverboten, an die Lehrkräfte und Schulen in besonderer Weise gebunden sind, sondern steht auch den pädagogischen Leitlinien einer inklusiven, diversitätsorientierten und rassismuskritischen Bildung sowie einer demokratischen Schule entgegen.
Wir wollen uns in dem Seminar mit der empirischen Diskriminierungsforschung beschäftigen, die ein interdisziplinär ausgerichtetes Forschungsfeld ist und rechtswissenschaftliche, soziologische, sozialpsychologische und historische Perspektiven umfasst. Der erziehungswissenschaftliche Blick fokussiert Diskriminierungsroutinen und -mechanismen von Bildungsinstitutionen und deren Akteur*innen sowie durch Diskriminierungsverhältnisse vermittelte und verhinderte Lern- und Bildungsprozesse. Im Seminar werden wir in kleinen empirisch-qualitativen Projekten Wahrnehmungen und Rollenverständnisse von zentralen Schulakteur*innen wie Schulleitungen, Lehrkräften und Schulsozialarbeit analysieren.
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