| Lerninhalte |
„Familie”, so wird es im entsprechenden Kodex der Universität Hildesheim formuliert, ist überall dort, „wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen, Sorge tragen und Zuwendung schenken“. Diesem erweiterten Familienbegriff entsprechend geht es in dem Projektseminar darum, Formen der filmischen Annäherung und Auseinander-setzung zu entwickeln, in deren Fokus nicht allein die klassische Kernfamilie steht, sondern auch Patchwork-, Wahl- und Ersatzfamilien, ebenso wie Konstellationen der Fürsorge und Solidarität, deren Beziehung zum Konzept der „Familie“ erst noch zu untersuchen ist.
Das Projekt Taking Care of My Family versteht die filmische Praxis als ein Mittel der Erkundung und Gestaltung von familialen Beziehungen. Untersucht werden können u.a. mediale Nachlässe und mediale Zeugnisse des Alltags wie Fotoalben, Super8-Filme oder Videos, Family-Chats und Sprachnachrichten sowie viele weitere Materialien. Bei den Erkundungen geht es sowohl um den skeptischen als auch um den zustimmenden Blick auf Familienbilder und Familienerzählungen, ebenso wie um die Auseinandersetzung mit Ereignissen, Umbrüchen, Rollen, Sprachen und Zuschreibungen, von denen das je spezifische familiale Miteinander bestimmt ist.
Die Teilnehmer:innen des Projektseminars arbeiten an Filmprojekten, die sie selbst entwickelt haben und am besten durchgehend als Team umsetzen. Wo einzelne Projekte geplant sind, wird erwartet, dass die Teilnehmer:innen sich gegenseitig bei der Realisierung unterstützen. Die Kurzfilme, die im Verlauf des Projektsemesters entstehen, sollen in der Präsentationswoche im Rahmen eines Screenings im Thega Filmpalast oder auf dem Kulturcampus vorgeführt werden.
Arbeitszeiten des Projektseminars: Mittwoch von 10 bis 14 Uhr sowie Donnerstag von 10 bis 16 Uhr; der Freitag ist für die freie, von Tutor:innen unterstützte Kamera- und Schnittarbeit vorgesehen. |