Erinnern ist eine künstlerische Praxis, die gerade in gegenwärtigen Zeiten eine zunehmend politische Dimension bekommt. Sichtbarmachung von Verdrängtem, Zensiertem oder Ausgeschlossenen ist etwas, mit dem sich Künste und auch das Theater immer wieder beschäftigten. Zugleich erfahren wir gegenwärtig, was es heißt, wenn historische Fakten überschrieben, manipuliert oder geleugnet werden. Hier bekommt der Akt der Erinnerung und Sichtbarmung eine neue Dringlichkeit. Das Modul Forschende Theaterpraxis wird sich mit Erinnerungskulturen, mit konkreten Praktiken von Erinnern auseinander setzen. Von der Recherche, über Erinnungskulturen bis hin zu autofiktionalen Schreibtechniken werden wir uns mit dem Spannungsfeld von Erinnerung und Vergessen auseinandersetzen. Im Mittelpunkt des Moduls steht die eigene performative Praxis. Ausgehend von der Forschungsfrage werden eigene Projekte konzipiert, entwickelt, aufgeführt und reflektiert. Gearbeitet wird in Gruppen von mindestens zwei Studierenden. Ausgehend von szenischen Versuchsaufbauten werden Konzepte für die Performances entwickelt und gemeinsam reflektiert, gegenseitig werden Proben besucht und die Beobachtungen geteilt. Am Ende des Semesters werden die Arbeiten öffentlich gezeigt. Neben den Seminarzeiten am Donnerstag von 10-14 Uhr ist auch weitere Probenzeit einzuplanen. Die Aufführungen der Projekte werden im Zeitraum vom 8.7.-16.7.stattfinden. Beginn des Projekts ist am 16.4.2026. (Der Besuch des Bachelorvorbereitungsseminars am Mittwoch ist auf jeden Fall möglich!!) Am 7.5. ist bis 18 Uhr ein Workshop mit der portugisischen Performance-Künstlerin Renata Gaspar geplan. Am 8.5. vormittags wird es die Möglichkeit Einzelcoaching geben. Das Modul ist nur für Studierende der Szenischen Künste geöffnet. Es besteht aus drei Teilen, die alle belegt werden müssen: Seminar, Kolloquium und Kleines Projekt. Es ist möglich begleitend zum Modul 6 seine BA-Arbeit zu schreiben. Das im Modul erarbeitete Projekt kann Bachelorprojekt Gegenstand der BA-Arbeit sein. |