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Das Seminar verfolgt die Grundannahme, dass historische Bildung zum Nationalsozialismus eine Auseinandersetzung mit seiner „Nachgeschichte“ und dem gesellschaftlichen Umgang von 1945 bis zur Gegenwart erfordert, um ein kritisches, reflektiertes Geschichtsbewusstsein besitzen und in der Schule fördern zu können. Dominante Narrative etwa kennzeichnen sich durch Verzerrungen, aber auch Gehaltslosigkeit, die dem – dieser These folgend – entgegenstehen. Ausgehend von der Zielsetzung historischer Orientierung, sind diese mit ihren Tradierungen umso relevanter. Insofern liegt der Schwerpunkt des Seminars auf dem Umgang der Gesellschaft mit der NS-Zeit im Kontext von Erinnern und Gedenken: in der BRD und DDR, aber auch gegenwärtige Phänomene werden in den Blick genommen, welche bisherige Konzepte und Annahmen infrage stellen. Die Entwicklungen und Beispiele werden für eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der historischen Bildung in der Schule eingeordnet. Das Seminar beinhaltet eine eintägige Exkursion zum Dokumentations- und Lernort Bückeberg am 22.05. sowie eine eintägige Exkursion zur Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße am 08.06. Die Teilnahme ist verpflichtend, die Hin- und Rückreise erfolgt eigenverantwortlich. |