Das Seminar beleuchtet Mehrsprachigkeit als gesellschaftliche Realität und pädagogische Herausforderung im Kontext schulischer Bildung. Ausgehend von aktuellen Debatten wie der Deutschpflicht auf dem Pausenhof wird hinterfragt, wie Schule mit sprachlicher Vielfalt umgeht zwischen normierten Erwartungen und gelebter Realität.
Im Zentrum stehen Fragestellungen wie:
- Welche Rolle spielt Sprache in schulischen Machtverhältnissen?
- Wie wirken Sprachideologien auf Unterricht und Schulordnung?
- Wie muss Schule reformiert werden?
Theoretische Zugänge aus der Migrationspädagogik, Mehrsprachigkeitsforschung, Sprachdidaktik und Intersektionalität (u. a. Mecheril, Gogolin, Cummins, García, Fürstenau) bieten die Grundlage zur Reflexion sprachbezogener Diskriminierung und zur Entwicklung diversitätssensibler Perspektiven im Schulalltag. Neben Analyse und Diskussion werden Praxisimpulse erarbeitet, um SuS sprachlich gerecht zu begleiten. |