| Lerninhalte |
Die Mediensozialisation von Kindern hat sich innerhalb der vergangenen Jahrzehnte stark verändert. Belegt wird dies u. a. durch die Ergebnisse der KIM-Studie. Sie erlaubt es, sowohl lang- als auch kurzfristige Trends im Umgang mit unterschiedlichsten Medien nachzuzeichnen. Eine prägnante Entwicklung, die sich aus den KIM-Studien ableiten lässt, konturiert die erweiterte Medienausstattung der Haushalte: Im Vergleich zu den Ergebnissen von 1999 wachsen Kinder derzeit in einem Umfeld auf, das von einem breiteren Medienrepertoire geprägt ist. Nahezu alle Erziehungsberechtigten bieten ihnen Zugang zum Fernsehen bzw. zunehmend zu Streaming-Diensten, zu Smartphones sowie zum Internet.Der Besitz digitaler Endgeräte ist indes stark altersabhängig: Während nur 11% der Sechs- bis Siebenjährigen ein eigenes Smartphone besitzen, steigt der Anteil bei den Zehn- bis 11-Jährigen auf 63%. Diese Zunahme spiegelt sich auch im intensiveren Umgang wider. So belegt die KIM-Studie, dass der Konsum von Internetangeboten ab acht Jahren sprunghaft an Intensität gewinnt. Digitale Medien sind somit ein fester Bestandteil in der Lebenswelt von Kindern. Vor diesem Hintergrund wird es die Aufgabe des Sachunterrichts sein, Kinder zu unterstützen, ihre digital-medial geprägte und gestaltbare Lebenswelt wahrzunehmen, zu reflektieren, zu analysieren, zu nutzen und aktiv zu gestalten. Dadurch ergeben sich für den Sachunterricht vielfältige Möglichkeiten des Lernens mit und über digitale Medien. Was dies betrifft, beinhaltet das Seminar eine Einführung in die Medienbildung im Sachunterricht, das Erkennen von Potentialen wie auch Grenzen digitaler Medien sowie das Verorten des Digitalen in curricularen Strukturen. Methodisch wird der Gebrauch digitaler Technologien – u. a. Erklärvideos und Forscher*innen-Protokolle – für den Unterricht praktisch erprobt, bewertet und/oder in eigenen Unterrichtsideen vorgestellt. |