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SEMINARBESCHREIBUNG
Das Bauen von Türmen mit Bauklötzen, Legosteinen oder das Formen von Sandburgen ist bereits in der frühen Kindheit eine wichtige Gestaltungspraxis. Ferner sind Türme für den Menschen zu allen Zeiten Sehnsuchtsorte und von strategischer Bedeutung. Sie sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken, wenn wir (um einige Beispiele der architektonischen Vielfalt zu nennen) an Fernseh-, Feuerwehr-, Wohn- oder Aussichtstürme denken. Türme faszinieren den Menschen seit jeher – als Ausdruck von Macht, Herrschaft und ehrgeizigen Visionen. Sie werden zum Sinnbild für menschliches Streben, zur Projektionsfläche für Träume, und spiegeln zugleich unsere Verletzlichkeit wider. Der Turm ist weit mehr als nur ein architektonisches Bauwerk – er ist ein tief verwurzeltes Symbol, das in Kunst, Literatur, Religion und Psychologie eine vielschichtige Bedeutung einnimmt.
In diesem Seminar wird das Plastizieren als dreidimensionale Gestaltungspraxis kunstdidaktisch mit dem Thema Turm in den Blick genommen. Nach einer grundlegenden Heranführung an die Materialien Erde und Ton und deren Gestaltungspotential, richtet sich der künstlerische und kunstdidaktische Fokus auf Türme: Hoch hinaus! Bauten zwischen Sehnsucht und Fiktion. Anhand unterschiedlicher Zugänge (künstlerische Referenzen, Methoden und Techniken) werden Türme plastiziert und die künstlerischen Prozesse dokumentiert. Das Seminar zeigt auf, wie das Thema "Turm" kunstdidaktisch für unterschiedliche Schulstufen geplant und durchgeführt werden kann. Daher ist auch eine gemeinsame Turmbesteigung vorgesehen. Gemeinsam hoch hinaus mit sehnsuchtsvollem Blick!
STUDIENLEISTUNG
aktive und regelmäßige Teilnahme künstlerisches Portfolio/Werkstattbuch Fertigstellung und kunstdidaktische Reflexion plastischer Arbeiten
MODULLEISTUNG
Hausarbeit
RAUM
Das Seminar findest im Bildhaueratelier (Hauptcampus) statt: HC.V.-1.17a |