| Literatur |
Dern, Susanne; Spangenberg, Ulrike (2019): „Schutz vor Diskriminierung im Schulkontext – Rechtsgrundlagen und Handlungsmöglichkeiten schulischer Akteur*innen.“ In: Foitzik, Andreas; Lukas Hezel (Hrsg.) (2019): Diskriminierungskritische Schule. Einführung in theoretische Grundlagen, Beltz. Seite 200 – 214. (online link: https://www.pedocs.de/volltexte/2024/29159/pdf/Foitzik_Hezel_2019_Diskriminierungskritische_Schule.pdf
Gomolla, Mechthild (2023): „Direkte und indirekte, institutionelle und strukturelle Diskriminierung.“ In: Albert Scherr; Reinhardt, Anna Cornelia; El-Mafaalani, Aladin (Hrsg.): Handbuch Diskriminierung. 2., erweiterte und aktualisierte Aufglage. Wiesbaden: Springer VS, Seite 133-156.
Uslucan, Haci-Halil (2023): „Prävention von Stereotypen und Diskriminierungen im schulischen Kontext.“ In: Albert Scherr; Reinhardt, Anna Cornelia; El-Mafaalani, Aladin (Hrsg.): Handbuch Diskriminierung. 2., erweiterte und aktualisierte Aufglage. Wiesbaden: Springer VS, Seite 995 – 979.
Yegane Arani, Aliyeh (2020): „Eine Menschenrechtskultur des Diskriminierungsschutzes aktiv gestalten“, ein: Kultur und Schule – Perspektiven kultureller Schulentwicklung öffnen. erschienen in der Reihe: Raabe, Klasse, Schule –Schulleitung, Raabe, J Stuttgart (online link: https://adas-berlin.de/wp-content/uploads/2021/09/2020_Diskriminierungsschutz_Yegane.pdf). |
| Lerninhalte |
Zahlreiche Studien sowie Monitoringberichte von Antidiskriminierungsstellen weisen auf die besonders hohen Diskriminierungsrisiken im Bildungsbereich hin und belegen, dass Diskriminierungserfahrungen an Schulen keine Einzelphänomene sind: Kinder und Jugendliche erleben hier anknüpfend zentrale Dimension ihrer Persönlichkeit, wie ihrer ethnisch-kulturellen Herkunft, ihrer Religion, dem Geschlecht oder der Geschlechtsidentität, wegen einer Behinderung oder der sozialen Herkunft Ausgrenzung, Herabwürdigung und eine Anders- und Schlechterbehandlung. Dadurch erfahren sie Schule als keinen sicheren Ort, sondern einen, in dem Ungleichwertigkeitsideologien legitimiert und reproduziert werden. Die Daten zeigen, dass diese Benachteiligung von Mitschüler*innen oder Lehrkräften ausgehen kann oder strukturell und institutionell verankert ist. Diese schulische Realität steht nicht nur im Widerspruch zu den Grund- und menschenrechtlichen Diskriminierungsverboten, an die Lehrkräfte und Schulen in besonderer Weise gebunden sind, sondern steht auch den pädagogischen Leitlinien einer inklusiven, diversitätsorientierten und rassismuskritischen Bildung sowie einer demokratischen Schule entgegen.
Die Diskriminierungsforschung ist in Deutschland ein neueres, besonders interdisziplinär ausgerichtetes Forschungsfeld, in dem neben der erziehungswissenschaftlichen vor allem die rechtswissenschaftliche, soziologische, sozialpsychologische und historische Perspektive relevant sind. Der erziehungswissenschaftliche Blick fokussiert Diskriminierungsroutinen und -mechanismen von Bildungsinstitutionen sowie durch Diskriminierungsverhältnisse vermittelte und verhinderte Lern- und Bildungsprozesse. Im Seminar werden wir uns mit den theoretischen und rechtlichen Grundlagen des schulischen Diskriminierungsschutzes beschäftigen sowie erziehungswissenschaftliche Fragestellungen in kleineren Projekten bearbeiten. Als Prüfungsleistung ist eine Hausarbeit anzufertigen. |