| Literatur |
- Friedemann Schulz von Thun: Miteinander reden, Bd. 1: Störungen und Klärungen.
- Friedemann Schulz von Thun: Lexikon der Kommunikationspsychologie. 3. Aufl. 2012.
- Manfred Gührs, Klaus Nowak: Das konstruktive Gespräch. Ein Leitfaden für Beratung, Unterricht und Mitarbeiterführung mit Konzepten der Transaktionsanalyse. 2014.
- Barbara Langmaack, Michael Braune-Krickau: Wie die Gruppe laufen lernt. 8. Aufl. 2010.
- Josef W. Seifert: Moderation und Konfliktklärung: Leitfaden zur Konfliktmoderation. 2009.
- Jörg Fengler: Feedback geben - Strategien und Übungen. 5. Aufl. 2017.
An passender Stelle können auch die Einsatzmöglichkeiten von KI z.B. zur Unterstützung der Erstellung von Arbeitsmaterialien reflektiert werden. |
| Lerninhalte |
Gesprächsführungskompetenzen sind für die Gestaltung des Lehrer-Schülerinnen-Verhältnisses, für Elterngespräche und klärende Gespräche mit Kolleg*innen und Schulleitung elementar. Sprachentwicklung ist immer auch ein Invest in Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Seminar wird Sie dabei unterstützen in Ihrer Rolle als Lehrkraft authentisch, wertschätzend, klar und offen aufzutreten und Ihre professionelle Identität weiterzuentwickeln.
Denn Kenntnisse zentraler Kommunikationsmodelle, sozialpsychologischer und kommunikationspsychologischer Gesetzmäßigkeiten geben einen tieferen Einblick in die Prozesse des zwischenmenschlichen Miteinanders und mehr Sicherheit für das eigene Handeln. Entscheident ist, auf Basis der vorgestellten Modelle die eigene Lehrer*innenpersönlichkeit zu reflektieren: Berufsbild, persönliche Wirkung, mitgebrachte Kommunikationsstile und -haltungen. Indem Sie sich Ihrer Prägungen bewusst machen, die auf dem Boden Ihrer Sozialisationsgeschichte gewachsen sind, werden Sie sensibler für Gesagtes wie Gehörtes - auch das, was zwischen den Zeilen durchscheint. Wie von selbst wird das zu mehr Klarheit, Souveränität und Empathie in Ihrer Gesprächsführung beitragen.
Seminar mit hohem Praxisbezug und Selbsterfahrungsanteil. Grundlegende Inhalte:
- Eigenes Gesprächsverhalten reflektieren auf Basis der Kommunikationsmodelle von Schulz von Thun (Kommunikationsquadrat) und Berne (Ego States, Transaktionsanalyse)
- Untiefen der Kommunikatin erkennen: Interpretations- und Übertragungsfalle, Wirkungen nichtsprachlicher bzw. nonverbaler Kommunikation inkl. möglicher Bedeutungen von Schweigen
- Gruppendynamik verstehen, aktiv steuern und nutzen können: Was es braucht, um aus einer Gruppe von Individuen eine funktionierende Klasse zu formen; Feedback geben und nehmen
- Grundlagen verständigungsorientierter Kommunikation: die passende Haltung (vor-)leben und Techniken einsetzen, z.B. Ich-Sprachen, Aktives Zuhören, (systemische) Fragetechniken
- Klärungsgespräche führen mit SuS, Eltern, Kolleg*innen: Sie erarbeiten sich z.B. einen Gesprächsleitfaden zur Planung, Durchführung und Reflexion einer Elternberatung
- Umgang mit Mobbing und Konflikten: Eisbergmodell, psychologische Spiele, insbes. Dramadreieck und Konflikteskalationsstufen nach Glasl, Leitfaden für Konfliktmanagement/-moderation
- Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg: eigene Bedürfnisse und Gefühle erkennen, ernst nehmen und ansprechen, z.B. mit der WWW-Methode.
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