| Lerninhalte |
In den EWA-Seminaren werden grundlegende Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt, die für mündliche und schriftliche Prüfungsleistungen im Studium relevant sind. Hierzu zählen u. a. die Literaturrecherche, das Erschließen/Erarbeiten von wissenschaftlichen Texten, der Umgang mit Word, Zitieren, die Verwendung von KI, die Verwendung diskriminierungssensibler Sprache und die grundlegende Frage, was wissenschaftliches Denken und Schreiben ist und wie sich dieses von Alltagswissen unterscheidet. Die Arbeitsweise im Seminar sieht auch vor, dass die Studierenden in kleinen Teams im Sinne des 'forschenden Lernens' einen eigenen wissenschaftlichen Text in Form einer Hausarbeit verfassen.
Die drei Seminargruppen sind von den Seminarinhalten grundlegend gleich aufgebaut. Sie unterscheiden sich aber in einem sog. Oberthema, das den roten Faden zur Befassung mit wissenschaftlichem Arbeiten bildet. Die Seminargruppen haben folgende inhaltliche Oberthemen:
- Tanja Rusack - persönliche Rechte: Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind Grundrechtsträger*innen. Die Soziale Arbeit hat die Aufgabe, die Menschen-, Sozial- und Kinderrechte ihrer Adressat*innen zu stärken. Die Sicherstellung dieser persönlichen Rechte kann durch verschiedene Verfahren gelingen sowie durch Schutzkonzepte. Im Seminar werden wir uns den Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens vor allem aus dieser Perspektive nähern: den persönlichen Rechten von jungen Menschen und erwachsenen Personen.
- Carolin Ehlke - Macht: Die Soziale Arbeit/Sozialpädagogik ist durch unterschiedliche Machtverhältnisse geprägt. Machtasymmetrien sind v. a. zwischen den Fachkräften und ihren Adressat*innen sichtbar. Macht kann dabei sowohl positiv eingesetzt werden (z. B. Ermächtigung/Empowerment von Adressat*innen) oder aber auch im negativen Sinne genutzt werden (z. B. der Zwang/die Verpflichtung, eine Hilfsmaßnahme in Anspruch nehmen zu müssen). Soziale Arbeit/Sozialpädagogik kann daher nie ohne eine Reflexion von Machtverhältnissen gedacht werden. Das Seminar soll daher dazu genutzt werden, Texte zum Thema "Macht und Soziale Arbeit/Sozialpädagogik" zu recherchieren und zu lesen, wissenschaftliche von nicht-wissenschaftlichen Quellen zu unterscheiden, zentrale Erkenntnisse aus den Texten herauszuarbeiten, macht- und damit auch diskriminierungssensibel Texte zu verfassen und letztlich zu diesem Oberthema eine eigene Hausarbeit zu schreiben.
- Pia Giesel - Partizipation: Unter dem Blickwinkel der Partizipation lassen sich verschiedene Themenfelder der Sozialpädagogik/ Sozialen Arbeit betrachten, da Partizipation auf allen Ebenen eine zentrale Rolle einnimmt: sie stärkt die Selbstbestimmung, fördert Empowerment und Selbstwirksamkeit und ermöglicht die Teilhabe an der Gesellschaft für jede:n. Mit diesem Fokus wird in dieser Seminargruppe das wissenschaftliche Arbeiten erprobt, indem themenbezogene Texte recherchiert und bearbeitet werden. Abschließend wird zum Thema Partizipation eine wissenschaftliche Hausarbeit mit einer eigenen, themenbezogenen Fragestellung verfasst.
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