SEMINARBESCHREIBUNG
Formbare Materialien ermöglichen mit ihren jeweils spezifischen Eigenschaften ein formgestaltendes Arbeiten, das sich in einem Wahrnehmungs-, Handlungs- und Darstellungsfeld bewegt. Die Hände und weitere Werkzeuge der Verformung, die Materialbeschaffenheit, Formvorstellungen, die Darstellungsabsicht sowie Körper-Raum-Erfahrungen münden dabei in ein resonantes Beziehungsgeflecht. Die skizzierten Dimensionen verdeutlichen die kunstpädagogische und kunstdidaktische Relevanz plastischen Gestaltens.
Zentrale Inhalte dieses Seminars sind daher das eigene Modellieren, aber auch die Auseinandersetzung mit künstlerischen Konzepten und die sich daraus ableitenden didaktischen Strukturen für den Kunstunterricht in der Schule. Nach einer vielschichtigen Heranführung an das Bearbeitungspotential der Materialien Ton und Erde richtet sich im Seminar der künstlerische und kunstdidaktische Fokus auf das Modellieren einer Tierplastik und das Entwickeln von Erzählanlässen. Tiere wirken auf Kinder. Ob in realen Begegnungen, als Abbild in Bild, Buch und Film wie auch als Kuscheltier und Tierfigur in Spiel und Imagination. Das Modellieren einer Tierplastik kann Kinder in besonderer Weise darin unterstützen, ihr Verhältnis zu Tieren auszulegen und mit ihnen in Beziehung zu treten.
Historische Vorstellungen von Tieren, spannende Berichte von ausgestorbenen (bemerkenswerten) Tieren, aber auch zeitgenössische Positionen von Tierplastiken werden im Seminar als künstlerische Impulse und Gesprächsanlässe eingespielt. Im Seminar wird das spannungsvolle Feld vielschichtiger Perspektiven des Tierseins und der Mensch-Tier-Beziehungen (ANIMAL TURN) in den Blick genommen.
Anhand unterschiedlicher Reflexionsformate können die Seminarinhalte und die eigenen künstlerischen Prozesse sowohl kunstdidaktisch als auch kunstpädagogisch eingeordnet werden.
STUDIENLEISTUNG
- aktive und regelmäßige Teilnahme
- künstlerisches Portfolio/Werkstattbuch
- Fertigstellung und kunstdidaktische Reflexion plastischer Arbeiten
MODULLEISTUNG
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