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Der selbsternannte „Prinz der Denker“ und Bahnhofsvorsteher Jean-Pierre Brisset dekonstruiert per künstlerischem Leseakt unter dem Titel „Ewigkeit“ wie folgt das Verb „befriedigen“ (satisfaire): „L'ÉTERNITÉ. Ça t'ai isse, fais t'ai oi, satisfais-toi. Y fait haut le, ça t'ai isse, fait air ; il faut le satisfaire. Ça t'ai isse fait, tu es satisse fait, satisfait. Je suis satisse faite, satisfaite. Satisse = assez.“ – Das Lesen – als Lesen nicht nur von Texten, aber auch von Wörtern – ist eine Kunst: Kunst, wo Lesen ins Vertikale geht, eine Kunst wie "ohne Geländer": artistisch, raffiniert, parahistorisch; Kunst, die als solche obendrein nie ausreichend Würdigung gefunden hat und bis dato nicht findet. Lesekünstler_innen wie Jacques Derrida, Hélène Cixous, Werner Hamacher, Thomas Schestag oder Alexander Kluge führen vor, was wir im Laufe unserer zumeist literaturtheoretischen Lektüren gemeinsam versuchen wollen: artistisch zu lesen. Ein Teil der Veranstaltung sei dem ominösen „close reading“ gewidmet – einer Rezeptionsform von Texten zwischen theoretischer Exegese und kunstvoller Eisegese zwecks Textnachvollzugs. |