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Das Autobiographische Schreiben ist gegenwärtig eine der einflussreichsten literarischen Strömungen. Annie Ernaux hat den Literaturnobelpreis erhalten, die Bücher von Edouard Louis, Sheila Heti oder Maya Angelou sind international beachtete Bestseller und auch der deutschsprachige Raum hat mit den Romanen von Daniela Dröscher, Saša Stanišic oder Kim de L’Horizon preisverdächtige Bücher hervorgebracht. Vom Ich zu schreiben heißt, sich zum eigenen Untersuchungsgegenstand zu machen – egal wie wir es nennen: Autofiktion, Creative Nonfiction, Lifewriting oder Memoir. Im Seminar wollen wir uns mit Techniken und Möglichkeiten des autofiktionalen Schreibens beschäftigen. Dazu wollen wir zentrale Werke autofiktionaler Literatur miteinander vergleichen und sie voneinander abgrenzen. Denn: die deutschsprachige Literaturkritik verwechselt oft die Identität von Autor*innen mit einer Haltung oder Meinung, die man teilen oder ablehnen kann, ohne die literarischen Instrumente zu untersuchen, mit denen erzählt wird. Aus diesem Grund wollen wir uns die Werkzeuge autofiktionalen Erzählens näher ansehen. Es wird empfohlen sowohl das Seminar als auch die Werkstatt mit dem Titel „Das Ich meiner Geschichte“ zu besuchen. |