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Sozialstruktur und Rechtsextremismus - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar
Veranstaltungsnummer 1007 Kurztext
Semester WiSe 2022/23 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 35
Rhythmus i.d.R. jedes Semester Studienjahr / Zielgruppe
Credits Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Automatisch(Fachsemesterpriorität) (?)
Hyperlink   Evaluation Ja - digitale Veranstaltung
Sprache deutsch
Anmeldefristen Anmeldung (m. Modulprio.) 13.09.2022 - 27.10.2022 23:59:59

Anmeldepflicht
Abmeldung bis Ende 1. Woche 28.10.2022 - 04.11.2022 23:59:59

Anmeldepflicht
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine ausblenden
iCalendar Export
Di. 10:00 bis 12:00 c.t. wöchentlich Gebäude G (Hauptcampus) - HC.G.3.07 (Großer Seminarraum) Raumplan Seipel      
Einzeltermine:
  • 01.11.2022
  • 08.11.2022
  • 15.11.2022
  • 22.11.2022
  • 29.11.2022
  • 06.12.2022
  • 13.12.2022
  • 20.12.2022
  • 27.12.2022
  • 03.01.2023
  • 10.01.2023
  • 17.01.2023
  • 24.01.2023
  • 31.01.2023
  • 07.02.2023
  • 14.02.2023
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Person
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Seipel, Christian, Dr. verantwortlich und durchführend
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
BLSO-BM2 Basismodul 1, TM 2: Analyse sozialer Strukturen (S)
FB2-SpAsp1 Spezielle Aspekte der Soziologie (Modul Soziologie 2, TM1)
SO-SOZSTRA M1 (IKÜ/IIM) / M5 (SOP) / M4 (ERZ), TM: Einführung in die Sozialstrukturanalyse
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Sozialwiss.
Inhalt
Literatur

Decker, Oliver, Brähler Elmar (Hg.), 2020: Autoritäre Dynamiken. Neue
Radikalität – alte Ressentiments. Leipziger Autoritarismus Studie 2020.
Gießen: Psychosozial-Verlag

Dörre, Klaus, Bose Sophie,·Lütten, John,· Köster. Jakob, 2018:
Arbeiterbewegung von rechts? Motive und Grenzen einer imaginären Revolte.
Berliner Journal für Soziologie 28: 55–89.

Kumkar, Nils, Schimank, Uwe, 2021: Drei-Klassen-Gesellschaft? Bruch?
Konfrontation? Eine Auseinandersetzung mit Andreas Reckwitz’ Diagnose der »Spätmoderne«.
Leviathan 49.1: 7-32.

Manunta, Efisio, Maja Becker, Matthew J. Easterbrook, Vivian L. Vignoles (2022), Economic Distress and Populism: Examining
the Role of Identity Threat and Feelings of Social Exclusion. Political Psychology. First published: 12 April 2022, https://doi.org/10.1111/pops.12824

Mau, Steffen, 2021: Konturen einer neuen Klassengesellschaft? EinigeAnmerkungen zur Konzeption der Mittelklasse bei Andreas Reckwitz. Leviathan 49.1: 164-173.

Pollack, D. (2021). Das unzufriedene Volk. Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute.
Bielefeld: transcript.

Reckwitz, Andreas, 2021: Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und
Kultur in der Spätmoderne. (8. Auflage.). Berlin: Suhrkamp.

Rippl, Susanne, Seipel, Christian (2022): Rechtspopulismus und
Rechtsextremismus. Erscheinung, Erklärung, empirische Ergebnisse. Stuttgart:
Kohlhammer.

Zick, A./Küpper, B. (2021). Die geforderte Mitte. Rechtsextreme und
demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2020/21. Bonn: Dietz.

 

 

Lerninhalte

 

Rechtspopulistische und rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensweisen scheinen
in der gegenwärtigen Gesellschaft an Raum und Einfluss zu gewinnen. Im Seminar
wird gemeinsam erarbeitet, inwiefern die sozialstrukturelle Positionierung von
Akteuren einen Einfluss auf die Akzeptanz und Unterstützung rechtspopulistischer und
rechtsextremer Einstellungen und Handlungen hat. Dazu wird im ersten Teil der Ansatz von Andreas
Reckwitz (2019) diskutiert. Reckwitz entwickelt ein Modell der Sozialstruktur der
Spätmoderne, in der neben der Oberklasse insbesondere die Neue Mittelklasse, die alte
Mittelklasse und die prekäre Klasse hinsichtlich ihrer soziökonomischen und
soziokulturellen  Grundlagen beschrieben werden. Auf dieser Grundlage wird
dann im Seminar gemeinsam untersucht, ob Arbeiter:innen besonders empfänglich für
rechtspopulistische und rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensweisen sind oder
ob diese Einstellungen und Verhaltensweisen klassenübergreifend vorliegen.
Dabei wird untersucht, ob ökonomische (soziale Frage) oder kulturelle
(Identitätspolitik) Aspekte oder verschränkende Wirkungen der beiden genannten Faktoren
für die Erklärung klassenspezifischer Einstellungen zum Rechtspopulismus ausschlaggebend sind.
Daneben werden geschlechts- und jugendspezifische Aspekte diskutiert und erörtert welche Rolle der
rechtspopulistische Angriff auf gleichstellungspolitische Errungenschaften feministischer
Bewegungen und der Liberalisierung von Sexualpolitiken spielt und inwiefern dabei die
Bezeichnung Gender als leerer Signifikant funktioniert. Abschließend wird die Frage
(auch aus einer historischen Perspektive) diskutiert, wie es mit rechtpopulistischen und rechtsextremen
Haltungen innerhalb der Studierendenschaft bestellt ist und welche Rolle heute die AfD nahe
Erasmus-Desiderius-Stiftung spielt.

 

 

 

Zielgruppe

siehe Prüfungen/Module


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2022/23 , Aktuelles Semester: SoSe 2024
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