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Leidenschaftliches Verhaftetsein - Gefühle-Sinnlichkeit-Körper - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar
Veranstaltungsnummer 0723 Kurztext
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 20 Max. Teilnehmer/-innen 30
Rhythmus Studienjahr / Zielgruppe Master-Studierende (für Bachelor-Studierende geöffnet)
Credits 3 Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Manuell (?)
Hyperlink   Evaluation Ja (als gesamte Veranstaltung - online)
Sprache deutsch
Anmeldefristen Anmeldung (Einzelvergabe)    08.09.2020 - 22.10.2020 23:59:59    aktuell
Anmeldung zweite Runde II (Einzelvergabe)    26.10.2020 - 06.11.2020 12:00:00   
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export
Mi. 14:00 bis 18:00 c.t. 14-täglich von 28.10.2020  Externes Gebäude - Online-Lehre (ggf. folgt Raumangabe für Ausnahme Präsenzlehre) Raumplan        
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Personen
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Kajewski, Mareike, Dr. verantwortlich und durchführend
Weitere Person Zuständigkeit
Learnwebbearbeiterin,  nicht durchführend, nicht verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester ECTS Kontingent
Bachelor B.A. Philosophie-Künste-M
Master M.A. Phil.u.Künste interk
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
PH-WGS (Phil) Wahrnehmen und Gestalten/Wahrnehmung und Künste (S)
MPH-PdKS Philosophie der Künste (S)
MPH-ZWS (Phil) Zeichen und Wirklichkeit (S)
MPI-EuPS Ethik und Politik (S)
PH-AM (Phil) Aufbaumodul
PH-KMS (Phil) Natur und Kultur/Kultur und Medien (S)
PH-Vert (Phil) Vertiefungsmodul Philosophie BA PKM
PH-TPS (Phil) Texte und Positionen (S)
MPI-EuPV Ethik und Politik (V)
PH-KMV (Phil) Natur und Kultur/Kultur und Medien (V)
PH-WGV (Phil) Wahrnehmen und Gestalten/Wahrnehmung und Künste (V)
PKI-ThePh Modul: Theoretische Philosophie
BPH-TUP2 Modul 7: Texte und Positionen (2SWS)
MPH-PdKV Philosophie der Künste (V)
PH-Aesth2 Modul 5: Ästhetik (2SWS)
MPH-ZWV (Phil) Zeichen und Wirklichkeit (V)
PH-TPV (Phil) Texte und Positionen (V)
PKI-PraPh Modul: Praktische Philosophie
PKI-Aesth Modul: Ästhetik
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Philosophie
Inhalt
Literatur

Literatur und Seminarplan werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Bemerkung

Studienleistung: Regelmäßige Teilnahme sowie kurze schriftliche oder mündliche Beiträge


Mögliche Modulabschlüsse: Hausarbeit oder mündliche Prüfung

Lerninhalte

Wut, Mut, Tapferkeit, Angst, Liebe, Hass, Scham sind Gefühle. Gefühle werten für uns die Welt aus. Mit ihnen können wir uns in eine Beziehung zur Welt bringen, uns in sie involvieren (Agnes Heller). Sie geben uns Richtungen vor, was gut und schlecht, nützlich oder schädlich ist. Mit ihnen nehmen wir wertend Bezug auf Ereignisse, Menschen, unsere Absichten, Wünsche und Vorstellungen. Jegliches Fühlen veranlasst uns also, leidenschaftlich mit der Welt verhaftet zu sein. Fühlen heißt somit auch, ein intensives Band mit der Welt aufzunehmen und aktiv weiterzuführen.
Gefühle entstehen aber nicht abgeschlossen in uns, sondern was und wie wir fühlen ist in einem erheblichen Maße von der Gesellschaft bestimmt, in der wir leben. Wir lernen unsere Gefühle durch unsere Umgebung und übernehmen durch sie das Wertesystem einer Gesellschaft.
Im Seminar wollen wir uns deshalb tiefergehend mit der Vorgeschichte der Gefühle auseinandersetzen. Wieso erscheinen uns einige Gefühle richtiger und besser zu sein, als andere? Wieso halten wir einige Gefühle für schlecht? Woran machen wir die Unterschiede fest?
Um dies zu erkunden, wollen wir uns den philosophischen Diskurs ansehen, der die bürgerliche Gefühlswelt in Europa geprägt hat, d.h. unsere Moralität und unsere Vorstellungen von einem guten Zusammenleben. Dadurch wollen wir herausfinden, was ein Gefühl von einem Affekt oder einer Leidenschaft unterscheidet, wie und ob die Sinnlichkeit zu den Gefühlen zu rechnen ist, und was diese Unterscheidungen für die Trennung von Geist und Körper bedeutet. Sind diese Grenzziehungen zwischen Gefühl, Affekt, Emotion, Sinnlichkeit, Körper(lichkeit) künstlich und letztlich nicht auf scharfe Trennlinien, sondern eingeübte Gefühle und Praktiken des Fühlens zurückzuführen?
Dabei wollen wir immer wieder mitreflektieren, was die Verbindungen und was der Unterschied zwischen und in dem Komplex „Gefühl-Sinnlichkeit-Körperlichkeit“ hervorruft, d.h. wie es hier zu Grenzziehungen kommt. Gerade die hier getroffenen Grenzziehungen könnten uns helfen, zu verstehen, welche Konsequenzen dies für unsere heutige Gesellschaft, unsere ethischen und politischen Bewertungen, hat. Wann halten wir ein Gefühl für politisch nützlich, wann nicht? Welche Gefühle dürfen wir öffentlich zeigen, welche nicht? Was können wir über diffuse oder ambivalente Gefühlslagen über uns selbst lernen?
Neben philosophischer Literatur werden wir uns exemplarisch auch mit der Darstellung von Gefühlen in und durch Theaterstücke auseinandersetzen.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden:
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