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Me, myself and I - Das Selbstportrait in der Fotografie (Projektseminar/ Theorieteil) - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Projektseminar Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 20005 Kurztext
Semester SoSe 2020 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 35
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr / Zielgruppe Ausschließlich Bachelor-Studierende
Credits 3 Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Manuell (?)
Hyperlink   Evaluation Ja (als gesamte Veranstaltung - online)
Sprache deutsch
Anwesenheitspflicht Ja (mind. 80%) (?)
Keine Anmeldefrist
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export
Do. 12:00 bis 14:00 c.t. wöchentlich 23.04.2020 bis 16.07.2020    Straßmann findet statt     35
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Person
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Straßmann, Sarah , Ph.D. verantwortlich und durchführend
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester ECTS Kontingent
Bachelor B.A. Kulturwissensch./äP.
Bachelor B.A. KUP im int. Vergl.
Bachelor B.A. Szenische Künste
Bachelor Medien
Bachelor Medien
Bachelor NbFa Medien
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
MED-AEST2 Medienästhetik, TM 2: Vertiefung zu Werkbiographien und Einzelwerken, Film- und Fernsehtheorie
MED-VERM1 Vermittlungsmodul, TM 1: Praxen von Medienkulturen
MED-MT2 Medientheorie, TM 2 (IKÜ/IIM): Medientheoretische Positionen und Einzelmedientheorie
MED-MK13 Medienkultur 1, TM 3 (KuäP): Beobachtung medienkultureller Prozesse
MED-MK12a Medienkultur 1, TM 2: Vertiefung Medienkulturgeschichte
MED-MK12 Medienkultur 1, TM 2 (IKÜ/IIM): Mediengeschichte der Einzelmedien und Medienevolution
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Medien, Theater und Populäre Kultur
Inhalt
Literatur

- Wolfgang Ullrich: Selfies, Wagenbach, 2019

- Wolfgang Ullrich: Kurze Geschichte von „Face Screaming in Fear“, in: Pop-Zeitschrift, 2020, online: https://pop-zeitschrift.de/2020/03/16/screamautorvon-wolfgang-ullrich-autordatum16-3-2020-datum/

- Anja Guttenberger: Fotografische Selbstportraits der Bauhäusler zwischen 1919 und 1933, FU Berlin (Dissertation), 2011, online: https://refubium.fu-berlin.de/bitstream/handle/fub188/8338/Diss_Anja_Guttenberger.pdf?sequence=1&isAllowed=y

- Unda Hörner: Madame Man Ray – Fotografinnen der Avantgarde in Paris, Edition Ebersbach, 2002

- Hannah Höch: Lebensbild: Eine collagierte Autobiografie, Anja Lutz (Hg.), The Green Box, 2016

- Francesca Woodman. On Being an Angel: Moderna Museet, Anna Teilgren (Hg.), Walther König, 2015

- Marta Herford (Hg.): That’s me – Fotografische Selbst-Bilder, Kerber, 2011

- Alain Biber (Hg.): Ego Update. A History of the Selfie, Walther König, 2015

- Nathan Jurgenson: The Social Photo: On Photography and Social Media, Verso Books, 2019

- Cornelia Brantner & Katharina Lobinger: „Weil das absolute Poserbilder sind“: Die Wahrnehmung expressiver Authentizität digitaler Selbstbilder und Selfies, in: Oliver Hahn et al. (Hg.): Digitale Öffentlichkeiten, UVK Verlagsgesellschaft, 2015, S. 267-283

- Ramón Reichert: Selfie Culture. Kollektives Bildhandeln 2.0, in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 86-96

- Christian Stiegler: Selfies und Selfie Sticks: Automedialität des digitalen Selbstmanagements, in: ders. et al. (Hg.): New Media Culture. Mediale Phänomene der Netzkultur, transcript, 2015, S. 67-81.

- Jerry Saltz: At Arm´s Length: A History of the Selfie, New York Magazine February 2014, online: http://www.vulture.com/2014/01/history-of-the-selfie.html

- Sebastian Löwe: Rhetorik der Einflussnahme. Die Influencerin als ästhetisches Identifikations- und Sinnangebot, in: Pop-Zeitschrift, Social Media Oktober, 2018, online: https://pop-zeitschrift.de/2018/10/22/social-media-oktober-von-sebastian-loewe/

Bemerkung

Dieses Theorie basierte Seminar ist Teil eines "Projektseminars" und kann ausschließlich zusammen mit der zugehörigen vertiefenden Übung besucht werden. Bei erfolgreicher Teilnahme an beiden Veranstaltungen haben Sie die Möglichkeit, insgesamt 6 ECTS gutgeschrieben zu bekommen.

Voraussetzungen

! Sie benötigen für dieses Seminar einen Zoom-Account (bitte richten sie diesen vor der ersten Sitzung ein) !

 

Studienleistung: regelmäßige Teilnahme an Webkonferenzen (Zoom), Kurzreferat in Form einer PPP, eines Podcasts oder Videos (weitere Präsentationsformen nach Absprache möglich)

Prüfungsleistung: Hausarbeit

Lerninhalte

Heutzutage kommt in den sozialen Medien niemand mehr an Selfies vorbei - Bilder von Menschen, die für die Kamera posieren, wehmütig in die Ferne blicken oder sich mit Freunden amüsieren. Im heutigen Social-Media-Ökosystem gelten derartige Aufnahmen oft als bloße Versuche positive Aufmerksamkeit zu generieren. Ein tieferer Einblick in die Praktik zeigt jedoch, dass sie das Potenzial für eine ehrliche Selbstdarstellung birgt - eine, die als sozialer Kommentar fungieren, Raum beanspruchen oder Botschaften vermitteln kann, die größer und umfassender sind als die Person, die ihre Kamera auf sich selbst gerichtet hat.

 

Selbstporträts sind kein Nebenprodukt des Smartphone-Zeitalters. Schon mindestens seit dem 15. Jahrhundert haben Künstler*innen diese Art der Selbstdarstellung genutzt, um über ihre Welt und ihren Platz darin zu reflektieren. Es geht nicht nur darum, das eigene Aussehen festzuhalten. Selbstporträts ermöglichen es Künstlern*innen, ihre Überzeugungen in einer offenen und mitunter revolutionären Weise in ihren Werken zu vermitteln und sich selbst und ihre Geschichte darin zu verewigen. Ihre Kunstwerke sind sowohl zutiefst persönlich als auch für den Betrachter zugänglich. In der Fotografie fanden vor allem Frauen eine perfekte Möglichkeit, sich jenseits der von Männern beherrschten künstlerischen Lehrstätten mit dem eigenen Ich auseinander zu setzen. Als leicht und eigenständig erlernbares Handwerk avancierte die Fotografie schnell zum neuen Medium der Selbstforschung, in dem sich Frauen in Rollenspielen und Maskerade inszenierten und Klischees und Stereotypen weiblicher Repräsentation in Frage stellten und untersuchten. Künstlerinnen wie Florence Henri, Germaine Krull oder Hanna Höch arbeiteten mit ironischen Anspielungen, Überblendungen oder gezielten Inszenierungen in Rollenspielen. In Abwendung von der klassischen Bildauffassung betraten sie neue Wege auf der Suche nach Identität. Als in den 1960ern und 70ern der feministische Diskurs aufkam, verwischten die Grenzen zwischen eindeutigen Rollen von Mann und Frau in der Gesellschaft. Mit dieser Thematik beschäftigten sich auch Künstler wie Jürgen Klauke und Robert Mapplethorpe. Letzterer testete in einem Selbstportrait als Frau die Möglichkeit von Bild und Abbild aus. In der Ergründung von Weiblichkeit und der Suche nach dem eigenen Ich brach schließlich Valie Export Ende der 60er Jahre mit Hilfe des eigenen Körpers die in der Gesellschaft verbreitete Auffassung von der Frau. Cindy Sherman wiederum lenkt bis heute in ihren Selbstinszenierungen den Blick auf verschiedene Klischee-Rollenbilder im Film indem sie sich selbst in unterschiedlichen Frauenrollen inszeniert die diversen Filmszenen entnommen scheinen.

 

Das Seminar „Me, myself and I“ erörtert das Thema des fotografischen Selbstportraits in der Fotografie von deren Anfängen bis in die Gegenwart hinein mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem "Selfie". Ziel ist es, in Form von diversen theoretischen Einführungen, gemeinsamer Literaturlektüre, studentischen Kurz-Referaten und Diskussionen (soweit dies online möglich ist) einen Überblick über die historische Entwicklung sowohl ästhetischer Ausprägungen als auch kulturell konnotierter Gebrauchsweisen zu verschaffen.


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Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2020 gefunden:
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