Wenn Sie diesen Text sehen, ist auf ihrem Gerät noch nicht das neue Layout geladen worden. Bitte laden Sie diese Seite neu (ggf. mit gedrückter 'Shift'- oder 'Alt'-Taste) oder in einem 'privaten Fenster'.
Weitere Hinweise unter https://www.uni-hildesheim.de/wiki/lsf/faq/fehler.im.layout.

Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 
  1. SucheSuchen         
  2. SoSe 2020
  3. Hilfe
  4. Sitemap
Switch to english language
Startseite    Anmelden     

(ENTFÄLLT !) Digitale Bildkulturen: Filter, Atmosphären und neue ästhetische Kategorien - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 2021 Kurztext
Semester SoSe 2020 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr / Zielgruppe Bachelor-Studierende (für Master-Studierende geöffnet)
Credits Anmeldung Anmeldepflicht
Hyperlink   Evaluation
Sprache deutsch
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export
Di. 12:00 bis 14:00 wöchentlich 14.04.2020 bis 14.07.2020  Hs 51 / Altes Pächterhaus - Hs 51/02 (Domäne) Raumplan        
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Person
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Tollmann, Vera verantwortlich und durchführend
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
MED-AEST2 Medienästhetik, TM 2: Vertiefung zu Werkbiographien und Einzelwerken, Film- und Fernsehtheorie
MED-AEST1 Medienästhetik, TM 1: Einführung Einzelmedienanalyse, Filmgeschichte, Fernsehgeschichte
MED-MK22 Medienkultur 2, TM 2: Bildtheorie und Visual Culture / Bildtheorie und Bildwissenschaft
MED-MK213 Medienkultur 2, TM 1/3: Medienkulturen der Jetztzeit
MED-MK12 Medienkultur 1, TM 2 (IKÜ/IIM): Mediengeschichte der Einzelmedien und Medienevolution
MED-MT2 Medientheorie, TM 2 (IKÜ/IIM): Medientheoretische Positionen und Einzelmedientheorie
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Medien, Theater und Populäre Kultur
Inhalt
Literatur

Literatur:
- Claus Pias, “Das digitale Bild gibt es nicht. Über das (Nicht-)Wissen der Bilder und die informatische Illusion”, in: Zeitenblicke, Band 2, Nr. 1 http://www.zeitenblicke.historicum.net/2003/01/pias/index.html
- Sianne Ngai: Our Aesthetic Categories, in: PMLA, Vol. 125, No. 4, Special Topic: Literary Criticism for the Twenty-First century (October 2010), pp. 948-958
- Limor Shifman: Meme. Kunst, Kultur und Politik im digitalen Zeitalter. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2014.
- Paul Frosh, Screenshots. Aus dem Englischen von Franka Kathrin Wolf, Berlin: Verlag Klaus Wagenbach 2019.
- Nanna Bonde Thylstrup und Stina Teilmann-Lock, “Thumbnail Images: Uncertainties, Infrastructures and Search Engines”, in: Digital Creativity, Vol. 28, No. 4, 2017.
- Jia Tolentino, “The Age of Instagram Face”, in: The New Yorker, 12. Dezember 2019

Lerninhalte

Das Seminar beschäftigt sich mit den vielfältigen Funktionen von Bildern in der digitalen Kultur und fragt danach, wie Apps und Algorithmen die visuelle Kultur verändern. Bilder kommunizieren, symbolisieren, repräsentieren und organisieren, sie können Daten sichtbar machen und ihre Metadaten verbergen. Im Seminar werden wir zunächst Grundlagen erarbeiten: Was ist ein digitales Bild? Welche Funktionen übernehmen Algorithmen? Wie verändern algorithmische Bilderkennung und andere automatisierte Prozesse die Bildkultur? Dabei gehen wir anhand von Beispielen vor. Algorithmischen Bilderkennungs-Apps wie ClearView etwa, denen übermäßig große Bilddatenbanken zugrunde liegen. Der für die digitale Kultur so typische Übergang von Repräsentation zu Organisation betrifft nun auch das Gesicht. Maschinen können nicht nur Gesichter erkennen, sie können sie auch generieren, meist nicht ohne ‚glitches‘ – verschobene Ohrmuscheln, verrutschte Augenlider oder verwischte Hintergründe. Hier bildet sich die virtuelle Produktion als digitaler Effekt ab. Während die Manipulation von Gesichtern also zunehmend realistischer ausfällt – wie von Programmierern wie Philip Wang mit StyleGAN demonstriert oder auf der Seite generated.photos als “unique, worry-free photos” beworben, für die kein Copyright besteht, wird zugleich auch die Gesichtserkennung immer besser, an Flughäfen, in Hotels, und gegenüber unseren eigenen Geräten.

Wir beschäftigen uns also mit sich ändernden Diskurspraktiken. Angesichts fluider Netzkulturen und vernetzter, viraler Bilder erscheinen alte ästhetische Kategorien wie das Schöne und das Erhabene bei Kant hinfällig. Zu den neuen ästhetischen Kategorien gehören „cute, zany and interesting“ (Sianne Ngai), „aesthetics of imperfection“ (Vito Campanelli und „aesthetics of the unspectacular“ (Eric Kluitenberg). Unser Material sind Screenshots, Memes, Selfies, Glitches, GIFs, DeepFakes sowie künstlerische Arbeiten von Bahar Noorizadeh, Jill Magid, Louis Henderson, Sondra Perry, Yazan Khalili und anderen.

Alle Seminarteilnehmer*innen sind eingeladen ein Essay zu verfassen und ein Beispiel digitaler Bildkultur kritisch zu untersuchen, aber auch seine inhärenten transformatorischen Möglichkeiten auszuloten, jenseits von Aufforderungen wie ‚leave feedback‘, ‚add to cart‘, ‚search‘, ‚share‘ und ‚comment‘. Dabei sollen die im Seminar vermittelten und diskutierten methodischen Kompetenzen und das theoretische Zeug zur wissenschaftlichen Einordnung genutzt werden. Es geht um eine Kritik an den Sehmodalitäten und darum, die Praxis der Visual Culture weiterzudenken und mit politischen Forderungen zu verbinden. Das Essay entsteht während des Semesters. In den Sitzungen ist Zeit für Peer Reviews vorgesehen.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2020 gefunden:
BA-Seminare  - - - 1
Impressum      Datenschutzerklärung     Datenschutz      Datenschutzerklärung     Erklärung zur Barrierefreiheit