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Demokratie als Lebensform - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar
Veranstaltungsnummer 0721 Kurztext
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 40 Max. Teilnehmer/-innen 40
Rhythmus i.d.R. jedes Semester Studienjahr / Zielgruppe Bachelor-Studierende (für Master-Studierende geöffnet)
Credits 3 Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Manuell (?)
Hyperlink   Evaluation Ja (als gesamte Veranstaltung - online)
Sprache deutsch
Anmeldefristen Anmeldung (Einzelvergabe)    10.09.2019 - 17.10.2019 23:59:59   
Anmeldung zweite Runde (Einzelvergabe)    19.10.2019 - 25.10.2019 12:00:00   
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export
Do. 10:00 bis 12:00 c.t. wöchentlich 24.10.2019 bis 06.02.2020  Hs 50 / Hohes Haus - Hs 50/202 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan        
Gruppe 1-Gruppe:
Zur Zeit keine Anmeldung möglich


Zugeordnete Personen
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Hetzel, Andreas, Professor Dr. verantwortlich und durchführend
Weitere Person Zuständigkeit
Learnwebbearbeiterin,  nicht durchführend, nicht verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester ECTS Kontingent
Bachelor B.A. Philosophie-Künste-M
Master M.A. Philosophie-Künste-M
Master M.A. Phil.u.Künste interk
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
KWPK-AM4 AM Kulturwiss./Pop.Kultur, TM 4 (Studienbeginn vor 1.10.17): Kulturtheorie / Kulturphilosophie / Kultursoziologie
KWPK-AM3 AM Kulturwiss./Pop.Kultur, TM 3: Kulturgeschichte / Populäre Kultur / Kulturphilosophie
MPH-VM Vertiefungsmodul Master PKM
PH-AM (Phil) Aufbaumodul
MPH-ZWS (Phil) Zeichen und Wirklichkeit (S)
PH-Vert (Phil) Vertiefungsmodul Philosophie BA PKM (3 LP)
PH-TPS (Phil) Texte und Positionen (S)
MPH-EÄS (Phil) Ethik und Ästhetik (S)
MPH-KMS (Phil) Kulturen und Medien (S)
MPH-PdKS Philosophie der Künste (S)
MPI-EuPS Ethik und Politik (S)
PH-KMS (Phil) Natur und Kultur/Kultur und Medien (S)
PH-WGS (Phil) Wahrnehmen und Gestalten/Wahrnehmung und Künste (S)
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Philosophie
Inhalt
Bemerkung

Studienleistung: Kurzvortrag mit Stundenmoderation 

möglicher Modulabschluss: Hausarbeit, andere Formen nach Absprache

Lerninhalte


Die Demokratisierungsdefizite unserer heutigen westlichen Gesellschaften lassen sich nicht ausschließlich auf dem Weg einer Suche nach rationalen Rechtfertigungen der Demokratie beheben, sondern nur durch die Etablierung von demokratischen Lebensformen. In Bezug auf Lebensformen hat sich die praktische Philosophie allerdings spätestens seit Kant ein Denkverbot auferlegt. Dieses Denkverbot wurde mit liberalistischen Argumenten begründet. Lebensformen, so das liberalistische Credo, seien gerade in einer demokratischen Gesellschaft frei wählbar; bestimmte Lebensformen normativ auszuzeichnen schwebe in der Gefahr des Totalitarismus. Das Politische Denken der Moderne konzentriert sich insofern nur auf zwei der drei Ideale der französischen Revolution, auf die liberté und égalité, nicht dagegen auf die fraternité. Die Enthaltsamkeit gegenüber der fraternité und den konkreten Formen gemeinsamen Lebens führt einerseits dazu, dass heute der Markt über die Lebensformen entscheidet, dass in unseren westlichen Gesellschaften eine besitzindividualistische und konsumistische Lebensform als universell und scheinbar alternativlos erscheint (mit fatalen sozialen und ökologischen Folgen), andererseits dazu, dass rechte Populismen ein stets latentes Bedürfnis nach Vergemeinschaftung mit ideologisierten Sinnangeboten befriedigen können.

Demokratie muss nicht nur rational begründet und staatlich institutionalisiert werden, sondern in erster Linie gelebt. Sie verkörpert zuvörderst eine Sehnsucht: nach einem angstfreien, vielleicht sogar freudvollen (wenn auch niemals vollständig versöhnten) Miteinander Verschiedener, nach einer Gemeinschaft Freier und Gleicher, nach einer Zugehörigkeit, die nicht weiter von exkludierenden Voraussetzungen abhängig gemacht würde, nach einer Gesellschaft, die von ihren Bewohnern insofern als ihre Gesellschaft begriffen werden könnte, als sie in ihr den freien Ausdruck ihrer eigenen kollektiven Praxis sehen, nach der Offenheit von Debatten, die von keiner vermeintlich objektiven Position aus kontrolliert werden können, in denen alle alles zu sagen vermögen.

Im Seminar lesen wir Ausschnitte von Autorinnen und Autoren, die Demokratie als Lebensform begriffen haben bzw. begreifen: von den britischen Levelers über die Autoren der Federalist Papers, John Dewey und Hannah Arendt bis zu Gegenwartsautorinnen wie Albert Ogien, Sandra Laugier, Isabell Lorey und Judith Butler. 

AM DONNERSTAG, 24. OKTOBER, FÄLLT DIE VERANSTALTUNG AUS.

 


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2019/20 , Aktuelles Semester: SoSe 2019
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