Wenn Sie diesen Text sehen, ist auf ihrem Gerät noch nicht das neue Layout geladen worden. Bitte laden Sie diese Seite neu (ggf. mit gedrückter 'Shift'- oder 'Alt'-Taste) oder in einem 'privaten Fenster'.
Weitere Hinweise unter https://www.uni-hildesheim.de/wiki/lsf/faq/fehler.im.layout.

Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 
  1. SucheSuchen         
  2. SoSe 2019
  3. Hilfe
  4. Sitemap
Switch to english language
Startseite    Anmelden     

Tanztheater-Genealogien - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 2079 Kurztext
Semester SoSe 2019 SWS
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 25
Rhythmus Studienjahr / Zielgruppe Bachelor-Studierende (für Master-Studierende geöffnet)
Credits Anmeldung Anmeldepflicht
Hyperlink   Evaluation Ja (als gesamte Veranstaltung - Papier)
Sprache deutsch
Anwesenheitspflicht Ja (max. 2 Fehltermine) (?)
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export
Di. 16:00 bis 18:00 wöchentlich Hs 52 / Theater - Hs 52/123 (Theatermediothek/Seminarraum) Raumplan        
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Person
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Wittrock, Eike, Dr. verantwortlich und durchführend
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
MTHE-S311 Mastermodul 1 Prod. u Refl. von Inszen., TM 1: Produktion von Inszenierungen
MTHE-SB231 Mastermodul 3 Prakt. u. Techn. d. Insz., TM 1: Praktiken und Techniken des Inszenierens
THE-AMTG1 Theorie u. Gesch. d. Theaters, TM: Theorie des Theaters
THE-VM1 VM Theo. u. Gesch. d. Theaters / Gegenwartstheater, TM: Aktuelle Tendenzen der Theatertheorie und -historiographie / Strategien u. Diskurse zeitgenössischen Theaters
MTHE-S312 Mastermodul 1 Prod. u Refl. von Inszen., TM 2: Geschichte der Verfahren und Techniken des Inszenierens
THE-AMTG2 Theorie u. Gesch. d. Theaters, TM: Geschichte des Theaters
THE-AMPK1 AM Theater u.d.a.Künste / Populäre Kultur, TM: Theater und die anderen Künste
THE-AMGEG2 AM Gegenwartsth., TM: Experimentelle Theater der Gegenwart
THE-AMGEG1 AM Gegenwartsth., TM: Theatertexte und Inszenierungen der Gegenwart
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Medien, Theater und Populäre Kultur
Inhalt
Literatur

Jurgita Imbrasaite: „Tanztheater“, in: Annette Hartmann/Monika Woitas (Hrsg.), Das große Tanzlexikon. Tanzkulturen, Epochen, Personen, Werke, Laaber 2016, S. 623-626.

Susanne Schlicher: TanzTheater. Traditionen und Freiheiten. Pina Bausch, Gerhard Bohner, Reinhild Hoffmann, Hans Kresnik, Susanne Linke, Reinbek bei Hamburg 1987.

Jens Richard Giersdorf: Volkseigene Körper. Ostdeutscher Tanz seit 1945, Bielefeld 2014.

Ana Janevski, Thomas J. Lax (Hrsg.): Judson Dance Theater. The Work Is Never Done, New York 2018.

Patricia Stöckemann (Hrsg.): Etwas ganz Neues muß nun entstehen: Kurt Jooss und das Tanztheater, München 2001.

Bemerkung

Studienleistung: regelmäßige Teilnahme und Präsentation

Prüfungsleistung: Hausarbeit

Lerninhalte

Tanztheater bezeichnet eine spezifische (historische) Herangehensweise an choreografisches Arbeiten, auch wenn es bisweilen synonym als Gattungsbegriff (wie Musik- oder Sprechtheater) verwendet wird. Dieses Seminar fokussiert die unterschiedlichen Genealogien dieses Begriffs aus tanzwissenschaftlicher Perspektive, und stellt diese vergleichend gegenüber. Welchen Bezug zu Gesellschaft und Politik implizieren die unterschiedlichen Verwendungsweisen des Begriffs "Tanztheater" in Weimarer Republik, DDR, BRD oder USA? Wie denken sie jeweils die choreografische Praxis, Probe und Aufführung? Welche Ausbildungs- und Produktionsbedingungen hängen an ihnen? Und schließlich: was ist das Erbe des Tanztheaters? Wie lässt sich dieser Begriff heute aktualisieren, ohne dabei nostalgisch an einer Theaterpraxis der 1970er und 1980er Jahre zu hängen?

Wir betrachten (1.) eine spezifische künstlerische Praxis, wie sie sich in den 1970er Jahren im bundesdeutschen Stadttheatersystem mit seinen Produktionsmöglichkeiten und seiner Ensemblestruktur entwickelt hat. Choreograf*innen wie Pina Bausch, Gerhard Bohner, Reinhild Hoffmann, Susanne Linke und Johann Kresnik haben dort choreografische Werke entwickelt, die Elemente von Tanz und Theater zusammenführten, Alltagsbewegungen und Sprache auf die Tanzbühne brachten und mit Stilmitteln wie Wiederholung, Dauer, Verfremdung und Montage arbeiteten.

(2.) beschäftigen wir uns mit der historischen Genealogie dieses Begriffs. Dort stehen die Werke und Pädagogik von Kurt Jooss im Zentrum, und interdisziplinäre und experimentelle Ausbildungssysteme wie z.B. die Folkwangschule für Musik, Tanz und Sprechen.

(3.) stellen wir dem dominanten Verständnis von Tanztheater als westdeutsche Gattung, inbesondere durch seine Verknüpfung mit Pina Bausch, die parallele Entwicklung in der DDR gegenüber. Wie haben Choreograf*innen wie Tom Schilling in der DDR gearbeitet, welche Werke haben sie produziert, wo ist ihr Erbe heute?

(4.) blicken wir am Beispiel des Judson Dance Theater auf international ähnliche Begriffsbildungen. Wo liegen hier die Unterschiede, wo ähneln sich die Herangehensweisen?

Und schließlich schauen wir (5.) mit zeitgenössischen Perspektiven auf den Begriff Tanztheater. Welche (kritischen) Fortführungen haben sich entwickelt? Wie wird heute mit dem Erbe der 1970er Jahre umgegangen? Was für postkoloniale und queerfeministische Perspektiven auf Tanztheater gibt es?

Gegenstand des Seminars werden tanzwissenschaftliche Texte (auf deutsch und englisch), wie auch Dokumentarfilme und Auffführungsvideos sein. 


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2019 gefunden:
BA-Seminare  - - - 1
Impressum      Datenschutzerklärung     Datenschutz