| Bemerkung |
Studienleistung ist eine regelmäßige aktive Teilnahme sowie über das Seminar hinausgehende selbstständige Lektüre. Die Prüfungsleistung besteht aus einer Hausarbeit mit didaktischer Reflexion (z. B. in Form einer detaillierten Unterrichtsplanung) zu einem Werk, das aktuell in irgendeiner Form von Zensur betroffen ist oder in der Vergangenheit von Zensur betroffen war (alternativ ein Werk, das aufgrund seines kontroversen Inhalts stark in der Kritik steht oder stand und/oder das Thema Zensur thematisiert) oder ein Referat mit schriftlicher Ausarbeitung zu einem Thema der Seminarsitzungen. |
| Lerninhalte |
Darf man alles lesen? Und wer entscheidet das eigentlich? Dieses Seminar untersucht die Institutionen der Literaturvermittlung als Instanz der Macht. Dabei analysieren wir das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Beschränkung, von historischen Buchverbrennungen und staatlichen Indizierungen bis hin zu modernen Phänomenen wie „Cancel Culture“ und „Sensitivity Reading“. Im Fokus stehen die besonderen Herausforderungen der Vermittlung kontroverser Inhalte. Wir beschäftigen uns mit Zensur, Rassismus in Klassikern, den Tabuthemen Suizid, Sexismus und Gewalt sowie mit der Literatur in der DDR und den NS-Bücherverbrennungen. Darüber hinaus wird der Vergleich zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen Buchmarkt thematisiert sowie die Frage diskutiert, wie „gefährliche“ Texte in unterschiedlichen medialen Formaten im Literaturunterricht reflektiert und verantwortungsvoll vermittelt werden können. |