Es gibt sehr unterschiedliche Ansätze der Zusammenarbeit mit Protagonist*innen in Dokumentarfilmen. Lange wurde ihnen in der Regel kein Mitspracherecht am Film eingestanden. Thomas Schadt beschreibt Dokumentarfilmschaffende in seinem Buch zur Dramaturgie des Dokumentarfilms von 2002 polemisch als „Blutsauger und Voyeure“*. In der Übung beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie kann eine konstruktive, partizipative Zusammenarbeit auf „Augenhöhe“ aussehen? Was ist zu beachten? Wir vergleichen unterschiedliche Arbeitsweisen und entwickeln eigene partizipative Filmkonzepte, die in Kleingruppen umgesetzt werden.
Das Seminar setzt sich aus zwei Blockterminen (Fr./Sa.) und einem Onlinetermin (der Termin wird in der ersten Sitzung besprochen) zusammen.
* S.117: Thomas Schadt: Das Gefühl des Augenblicks. Zur Dramaturgie des Dokumentarfilms, Bastei Lübbe, 2002) |