| Literatur |
Exemplarische Literatur (genauere Angaben folgen zu Semesterbeginn):
Walter Benjamin: Gesammelte Schriften, hrsg. Von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991.
Stewart, Kathleen: Ordinary Affects, Duke University Press 2007.
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| Bemerkung |
Teilnahmeleistung (Studienleistung): Lektüreberichte oder eigene „Konstellierungsversuche“ durch Situations-, Affektbeschreibungen
Prüfungsleistung: Entweder eine klassische Seminararbeit (ca. 15 Seiten) – über ein einzelnes Thema des Seminars (z.B.) oder zu einer bestimmten Lektüre – oder eine Methodenreflexion über einen selbst verfassten Konstellierungsverusch
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| Lerninhalte |
"Nirgends schien in der Aufgabe des (der*) Philosophen (*innen) für Rücksicht auf die Darstellung ein Ort." (W. Benjamin: Ursprung des deutschen Trauerspiels, hg. Rolf Tiedemann, Frankfurt a.M.:1978, S. 14) "Die Ideen verhalten sich zu den Dingen wie die Sternbilder zu den Sternen. Das besagt zunächst: sie sind weder deren Begriffe noch deren Gesetze." (Ebd., S.16) Das Seminar untersucht den Begriff der Konstellation in epistemologischer und methodologischer Hinsicht bei Walter Benjamin und anderen Autor*innen der akademischen Philosophie und verwandter Disziplinen. Insgesamt besteht das Seminar aus drei Teilen unterschiedlicher Gewichtung. Einsteigen wollen wir mit einer ausführlichen Lektürephase. Wir begeben uns auf Streifzüge durch Benjamins Schriften, um den Begriff der Konstellation zu erkunden. Dafür werden u.a. Textauszüge aus dem Passagenwerk, dem "Ursprung des deutschen Trauerspiels" und "Über den Begriff der Geschichte" zentral sein. Mit diesem Wissen, und zugleich davon distanzierter, blicken wir im zweiten Teil stärker auf methodologisch-ästhetische Aspekte von Konstellation und Darstellung. In Relation zu Benjamin beschäftigen wir uns u.a. mit den Montagen in Kathleen Stewarts "Ordinary Affects" und Donna Haraways "Assemblage" in "Staying with the Trouble". Im dritten Teil, der in Verbindung mit dem vorigen steht, erforschen wir eigene ästhetisch-praktische Zugänge auf das „Konstellieren“ z.B. in Form von Schreibversuchen wie der Situations- und Affektbeschreibung. Wichtig für das Seminar sind Theorie-Neugierde, Freude am gemeinsamen Denken und die Bereitschaft, sich in Schreibpraktiken zu üben.
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