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Wollte man in Analogie zum Bloomsday des Ulysses für Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“ einen Ulrichtag aus der Taufe heben, es wäre der 7. August 1913. An diesem Tag fertigte Musil eine Zeichnung von Straßenzügen, Plätzen und Gebäuden im 3. Bezirk Wiens an. Acht Jahre später zog er selbst hierhin und begann mit der Arbeit an seinem großen Roman. Dieser steht heute wie ein Solitär in der europäischen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Wir fahren nach Wien, um vor Ort Musils Schreiben forschend und schreibend nachzugehen. Mit Besuchen in der Österreichischen Staatsbibliothek, der Schauplätze des Romans, der Wiener Cafés und ausgiebigen Konferenzen mit eigenen Texten und fremden Federn untersuchen wir das faszinierendste, komplexeste und vertrackteste Schreibprojekt der literarischen Moderne, um der Frage, was bedeutet literarisches Schreiben, einen weiteren hoffentlich großen Schritt näherzukommen. |