| Bemerkung |
Die Veranstaltung kann nur zusammen mit der gleichlautenden Übung im WiSe belegt werden, da beide Veranstaltungen gemeinsam auf eine Ausstellungseröffnung hinauslaufen.
Die Studien- und Prüfungsleistungen erfolgen im Rahmen einer Ausstellungskonzeption und -durchführung im Hildesheimer Stadtraum ('Mein Weg' am Angoulemeplatz) im Januar/ Februar 2027. |
| Lerninhalte |
Das Hildesheimer Nachtleben ist mit Kneipen, Bars und Clubs nicht gerade reich gesegnet. Das war einmal anders. In den 1970er und 80er Jahren kamen Besucher:innen nicht nur aus ganz Niedersachsen, sondern auch aus den Niederlanden und Skandinavien, um in einer abgelegenen Lokalität am Hildesheimer Wald Freejazz mit Jan Garbarek, Punk mit den Humpe-Sisters oder Mainstreamrock mit Joe Cocker zu hören. Das "bebop", auch wenn es längst abgebrannt ist, genießt als eine Art improvisiertes Community-Gewächs bis heute mythischen Charakter in der Provinzstadt, die auf diese Weise für ein Jahrzehnt lang Anschluss an subkulturelles Kapital gefunden hatte.
Wo befinden sich die Orte des Nachtlebens heute? Was ist vom bebop und seinen Protagonist:innen geblieben? Gibt es heute Projekte, die neue Orte der Entgrenzung und Momente der Vergemeinschaftung schaffen? Das Seminar erarbeitet in nur einem Semester eine eigene Ausstellung zu diesen und anderen Fragen, die im Januar/ Februar 2027 für drei Wochen in einem dafür zu gestaltenden Raum am Angoulemeplatz in Hildesheim zu sehen sein wird. Studierende, die Räume und Objekte gestalten sind dabei genauso gefragt, wie Personen, die gerne (Ausstellungs-) Texte schreiben, die Interviews führen und filmen oder die ein Rahmenprogramm gestalten möchten. Es wird eine intensive Zeit mit einem klaren Ziel und offenen Gestaltungsideen. |