Warum erscheinen manche sprachlichen Strukturen vertraut, andere hingegen ungewohnt? Wie beeinflussen unterschiedliche Sprachsysteme den schulischen Alltag? Und welche Rolle spielt Sprache dabei, wie Wirklichkeit beschrieben, geordnet und wahrgenommen wird?
Das Seminar beschäftigt sich aus sprachwissenschaftlicher Perspektive mit Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext. Viele Schüler:innen wachsen mit mehreren Sprachen auf und bringen unterschiedliche sprachliche Erfahrungen in den Unterricht ein. Diese sprachliche Vielfalt bildet den Ausgangspunkt des Seminars. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Erst- und Familiensprachen von Schüler:innen, die kontrastiv mit dem Deutschen betrachtet werden. Durch den Vergleich sprachlicher Strukturen werden Gemeinsamkeiten, Unterschiede und verschiedene Formen sprachlicher Organisation analysiert. Dabei werden unterschiedliche linguistische Ebenen wie Wortschatz, Grammatik, Schrift und Sprachgebrauch einbezogen.
Darüber hinaus setzt sich das Seminar mit theoretischen und gesellschaftlichen Perspektiven auf Mehrsprachigkeit auseinander. Diskutiert werden unter anderem Fragen zum Verhältnis von Sprache, Denken und Wirklichkeitskonstruktion sowie unterschiedliche Vorstellungen von sprachlicher Variation und sprachlicher Bildung. Ziel des Seminars ist es, sprachliche Vielfalt aus einer sprachwissenschaftlichen Perspektive zu analysieren und reflektiert einzuordnen.
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