| Literatur |
Wichtiger Hinweis: Die Bücher müssen nicht vorher besorgt werden. Wir werden Auszüge daraus lesen und besprechen.
Friese, Julia: MTTR. Göttingen 2022. Pehnt, Annette: Chronik der Nähe. München 2012. Banciu, Carmen-Francesca: Das Lied der traurigen Mutter. Berlin 2007. Jenny, Zoë: Das Blütenstaubzimmer. Frankfurt am Main 1997. Edvardson, Cordelia: Gebranntes Kind sucht das Feuer. Aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein. München 1986. Novak, Helga: Die Eisheiligen. München 1979. |
| Lerninhalte |
Das Thema der Eltern-Kind-Beziehungen ist in der (deutschsprachigen) Literatur für eine lange Zeit zum einen von männlichen Autoren und zum anderen in der Beziehung zwischen Sohn und Vater verhandelt worden. Ein Beispiel dafür ist Kafkas berühmter "Brief an den Vater"1, erstmals veröffentlicht 1952. In diesem Seminar werden wir uns nun mit Texten auseinandersetzen, die zum einen von weiblichen Schreibenden verfasst worden sind und zum anderen die Mutter-Tochter-Beziehung in den Fokus stellen. Vor allem ab den 1970ern, beim Abklingen der 68er-Bewegung und Aufkommen der neuen Subjektivität, wurden Texte von Frauen veröffentlicht, die sich mit genderpolitischen und familiären Themen auseinandersetzen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Karin Strucks "Die Mutter"2 von 1975. Der Roman handelt von einer Mutterfigur, die die nicht erfahrene Liebe durch ihre Mutter an ihre Kinder weitergibt. Wir werden uns anschauen, wie Mutter-Tochter-Beziehungen in ausgewählten Romanen der Gegenwartsliteratur dargestellt sind. Welche Probleme kommen zutage? An welchen Stellen unterscheiden sich diese Beziehungen und wodurch? Welche Entwicklungen sind zu erkennen? Für dieses Seminar wird eine hohe Lese- und Diskussionsbereitschaft vorausgesetzt. --- 1 Kafka, Franz: Brief an den Vater. Mit einem Nachwort von Hans-Ulrich Treichel. 4. Aufl. Berlin 2023. 2 Struck, Karin. Die Mutter. Frankfurt am Main 1975. |