Wie lässt sich mit Künstler:innen und Kollektiven über ihre (künstlerische) Arbeit sprechen? Warum können Expert:innen-Interviews als Grundlage interdisziplinärer Forschung geeignet sein? Durch welche Methoden der Interviewführung und Auswertung lässt sich (kulturwissenschaftliche) Theorie stützen oder gar hervorbringen?
Im Rahmen des Seminar werden in Kleingruppen Interviews mit Künstler:innen und Kollektiven geführt, die anschließend ausgewertet und in Theorieansätze überführt werden.
Dazu wird die Erhebungsmethode leitfadengestützter Expert:innen-Interviews aus den Sozialwissenschaften genutzt, die häufig zur Datenerhebung in qualitativen Studien verwendet wird. Expert:innen ermöglichen als Wissensgeber:innen sowohl einen Zugang zu teils internen Strukturen oder komplexen Prozessen als auch aufgrund ihrer professionellen, teilweise hervorgehobenen Position über die Relevanz, dass ihr Wissen und ihre Deutungen für einen breiten sozialen Kontext prägend sein können. Die Interviews werden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und paraphrasiert, sodass sie in einem weiteren Schritt als Forschungsgrundlage i. d. R. qualitativer interdisziplinärer Studien nutzbar sind.
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