Wie können wir uns mit Welt, mit Materie und mehr-als-menschlichem Leben in Beziehung setzen?
Ökologische Krisen und der darauf reagierende kritische Posthumanismus haben in den letzten Jahren einmal mehr die Erzählung Homo sapiens und seiner exzeptionellen Stellung in der Welt hinterfragt. Neue Wege des sich In-Beziehung-Setzens werden von Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Autor:innen gesucht und erprobt. Projekte wie „Melting Landscapes“ der ETH Zürich, das den schweizer Morteratsch-Gletscher hörbar macht, oder die interaktive Ausstellung “Rice Child“ über die Situation der Reispflanze in Südostasien von Elaine Gan verdeutlichen neben vielen anderen dieses Anliegen. Kurz: Es geht um die Erforschung von Möglichkeiten des Perspektivwechsels jenseits anthropozentrischer Narrative.
Im Seminar werden zentrale posthumanistische Positionen vorgestellt und Beispiele posthumanistscher Ästhetik in den verschiedenen Künsten untersucht. |