Das Seminar bietet eine praxisnahe Einführung in systemisches Denken und Handeln. Künstlerische und kulturelle Arbeitsfelder sind häufig geprägt von komplexen Dynamiken: Unterschiedliche Perspektiven, Teamprozesse in kollektiver Arbeit, institutionelle Anforderungen und offene künstlerische Prozesse gehören zum Alltag. Systemische Ansätze bieten hierfür theoretische und methodische Zugänge, um Zusammenhänge, Muster und Handlungsspielräume sichtbar zu machen.
Im Seminar werden zentrale Grundlagen systemischer Arbeit vermittelt und anhand praktischer Übungen erprobt. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche systemische Methoden und Fragetechniken kennen und reflektieren deren mögliche Anwendung in künstlerischen, vermittelnden und organisatorischen Kontexten. Dabei geht es unter anderem um Ressourcen- und Lösungsorientierung, Perspektivwechsel, Kommunikation und Gruppenprozesse sowie den produktiven Umgang mit Ambivalenz und Komplexität.
Theoretische Impulse wechseln sich mit Übungen, Reflexionsphasen und der Arbeit an eigenen Beispielen ab. Der Fokus liegt auf einem anwendungsbezogenen Zugang: Wie lassen sich systemische Denkweisen für künstlerische Prozesse, Projektarbeit oder Vermittlung nutzbar machen? |