| Lerninhalte |
Seit dem 19. Jahrhundert wird die Position der Regie als zentrale Instanz des Probenprozesses und Urherberin der Inszenierung gedacht. Dies ist auch Praxis in vielen Formen des Theaters. Diese Auffassung von Regie ist allerdings alles andere als einheitlich. Und dass dies historisch nicht immer so war und wie sich in den historischen Avantgarden ganz andere Formen der künstlerischen (Zusammen-)Arbeit im Theater entwickelt haben, untersucht dieses Seminar. Neben einem historischen Überblick liegt der Schwerpubkt des Seminars in der Reflexion konkreter Regiepraktiken im Gegenwartstheater. Wie arbeiten Regisseur*innen an Stadt- und Staatstheatern oder der freien Szene? Wie kann die Position Regie im kollektiven Arbeiten gedacht werden? Wie arbeiten die verschiedenen Gewerke (Licht, Choreografie, Szenografie und Kostüm) zusammen? Wie hängen Arbeitsweise und Ästhetik zusammen? Welche Vorgaben macht die jeweilige Institution? Wie theoretisieren Regisseur*innen selbst ihre Arbeit? |