| Lerninhalte |
In der Übung wird untersucht, wie sich verschiedene Medien in Bezug zueinander setzen lassen und wie mit ihnen komponiert werden kann. Es sollen abstrakte Miniaturen entstehen, die Sound, Text, Bewegung, Objekte, Licht und ggf. Video verbinden. Die Veranstaltung orientiert sich an entsprechenden Elementaruntersuchungen, wie sie am Bauhaus in den 20er Jahren (z.B. Oskar Schlemmer) und am Black Mountain College in den 50er Jahren stattgefunden haben (z.B. John Cage, Merce Cunningham, Robert Rauschenberg) und heute Grundlage insbesondere im sog. Neuen Musiktheater sind. In der ersten Blockveranstaltung (13./14.11.) werden verschiedene aktuelle und historische Beispiele vorgestellt (Manos Tsangaris, Georges Aperghis, Carola Bauckholt, Brigitta Muntendorf, Simon Sten-Andersen; Dieter Schnebel, John Cage, Mauricio Kagel) und besonders die Frage der Notation diskutiert. Zudem gibt es angeleitete Versuchsanordnungen. In den folgenden Terminen soll in Kleingruppen jeweils eine eigene Miniatur entstehen, in denen die Medien gleichberechtigt und möglichst eng aufeinander bezogen werden. Zentrale Themen werden u.a. intermediale Vordergrund-Hintergrundverhältnisse sein, Dominanzverhältnisse und ihre Transformationen, Rhythmisierung, Verschaltung, Synchronisierung, Difusität, Aufmerksamkeit und Auslöschung/Überdeckung sein.
Die Übung richtet sich an alle, die sich für Formen eines "musikalischen Theaters" oder "Theatralisierungen von Musik" interessieren oder überhaupt das Zusammenspiel unterschiedlicher Medien auf der Bühne. Die Veranstaltung erfordert keine Vorkenntnisse in Komposition oder Instrumentalspiel. Sie lebt vielmehr davon, dass Menschen mit unterschiedlichen disziplinären Backgrounds mit der Frage der Musikalisierung praktisch auseinandersetzen. |