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Kaum ein Musikstück, das seit der Jahrtausendwende veröffentlicht wurde, ist ohne den Einsatz einer Digital Audio Workstation (DAW) entstanden. Als technikkulturellere Akteure stehen komplexen Softwareanwendungen wie Ableton Live, Logic Pro, FL Studio, Pro Tools und GarageBand häufig ganz selbstverständlich im Zentrum soundkultureller Praxis – sei es in Studios, in Proberäumen, in WG-Zimmern, auf Bühnen, bei Performances, in Theatersälen.
Das Seminar widmet sich diesen MusikmachDingen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Wir schauen uns an und hören nach, wie Soundkultur und ästhetische Praxis durch die Allgegenwärtigkeit dieser Technologien geprägt sind und welche Verstrickungen mit Aspekten von Gender, kreativer Selbstermächtigung, Demokratisierung von Musikproduktion, digitalem Kapitalismus und kultureller Hegemonie damit einhergehen.
Begleitend zum Seminar gibt es eine künstlerische Übung im Rahmen des Kolloquiums Elektronische Musikpraxis als Einführung ins künstlerisch-praktische Arbeiten mit DAWs. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist nicht obligatorisch, aber unbedingt zu empfehlen! |