Das Seminar "Geschichte der Musikerziehung" stellt Fragen zur Herkunft der Musikpädagogik und ihre Bedeutung für die Gegenwart werden in dem Seminar. Es bezieht sich auf das Seminar zur *Einführung in die Musikpädagogik* Nr. 2125.
Inhalte und Leitfragen:
Woher kommt Musikpädagogik? - Historische Entwicklung: Von Kantorenbildung über Schulmusik bis zur modernen Musikdidaktik - Einfluss bedeutender Theoretiker wie Carl Orff, Émile Jaques-Dalcroze, Zoltán Kodály - Institutionalisierung: Musikpädagogik in Schulen, Hochschulen, Musikschulen, sozialen Einrichtungen
Was ist daran noch aktuell? - Kompetenzorientierung und Bildungsstandards - Digitalisierung und hybride Lernformate - Inklusion und Diversität in der Musikpädagogik - Musikpädagogik im Kontext gesellschaftlicher Transformationen (z. B. Migration, Genderfragen)
Was ist überholt? - Einseitige Werkzentrierung ohne Bezug zur Lebenswelt der Lernenden - Autoritäre Unterrichtsformen ohne Partizipation - Vernachlässigung informeller Lernorte und autodidaktischer Zugänge
Wohin wollen wir? - Entwicklung einer reflektierten, inklusiven und kreativen Musikpädagogik aus historischen Vorbildern - Förderung musikalischer Selbstwirksamkeit und ästhetischer Erfahrung - Stärkere Verzahnung von Theorie und Praxis, z. B. durch Projektarbeit und Forschung
Vorannahmen und Positionierung - Reflexion eigener musikalischer Sozialisation und Lernbiografie - Auseinandersetzung mit impliziten pädagogischen Haltungen („Was ist guter Musikunterricht?“) - Entwicklung einer eigenen musikpädagogischen Haltung im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation
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