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Das Seminar geht von Jazz als einer Praxis aus, die im Zusammenspiel entsteht – in Bands, Sessions, Szenen und oft auch in selbstorganisierten Zusammenhängen. „Community“ ist dabei nichts Gegebenes, sondern bildet sich in konkreten musikalischen und sozialen Prozessen: im gemeinsamen Spielen, Hören, Aushandeln und Organisieren.
Im Blick sind historische und aktuelle Formen solcher Gemeinschaften – von lokalen Szenen und Kollektiven über Clubs und Initiativen bis hin zu transnationalen Netzwerken und digitalen Öffentlichkeiten. Welche ästhetischen und sozialen Dynamiken tragen diese Zusammenhänge, wo entstehen Zugehörigkeiten, wo Ausschlüsse? Und wie verändern sich solche Formen von Gemeinschaft unter Bedingungen von Institutionalisierung, Diversität und Digitalisierung – nicht zuletzt mit Blick auf zukünftige Modelle künstlerischer Arbeit?
Kontakt Bettina Bohle: bohle@uni-hildesheim.de |