| Literatur |
Odd Arne Westad, Der Kalte Krieg. Eine Weltgeschichte, Stuttgart, 2019.
Rolf Steininger, Der vergessene Krieg. Korea 1950–1953, München, 2008.
Michael Zeuske, Insel der Extreme: Kuba im 20. und 21. Jahrhundert, Zürich, 2017.
Alexandr Fursenko & Timothy Naftali, One Hell of a Gamble: Khrushchev, Castro, and Kennedy (1958-1964), New York, 1998.
Laurence Chang & Peter Kornbluh, The Cuban Missile Crisis, 1962: A National Security Archive Documents Reader, New York, 1992.
Lien-Hang Nguyen, Hanoi's War: An International History of the War for Peace in Vietnam, Chapel Hill, 2012
Marc Frey, Geschichte des Vietnamkriegs, München, 2006.
Christine Hatzky, Kubaner in Angola. Süd-Süd-Kooperation und Bildungstransfer 1976–1991, Oldenburg, 2012.
Radoslav Yordanov, The Soviet Union and the Horn of Africa during the Cold War, Maryland, 2017.
Artemy Kalinovsky, A Long Goodbye, Cambridge (USA), 2011. |
| Lerninhalte |
Der Kalte Krieg gilt als Konflikt, der zwischen den Supermächten nie offen ausgetragen wurde. Tatsächlich forderten die weltweiten bewaffneten Auseinandersetzungen, die aus ihm hervorgingen oder von ihm überformt wurden, Millionen von Todesopfern und bildeten ein verdecktes Theater des Kampfes zwischen den Supermächten. Anhand ausgewählter Fallbeispiele – Korea, Kuba, Vietnam, Angola, Ogaden und Afghanistan – wird untersucht, in welchen Formen der Systemkonflikt militärisch ausgetragen wurde: als zwischenstaatlicher Krieg, als direkte Intervention einer Supermacht, als Unterstützung verbündeter Kriegsparteien oder als begrenzte Krise. Die Analyse der Beteiligungsgrade der Supermächte, die Idee des „Stellvertreterkriegs“ (Proxy Wars) und die Zentrum-Peripherie-Verhältnisse stehen im Zentrum des Seminars. Erwartet wird die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Forschungsliteratur. Grundkenntnisse zur Geschichte des Kalten Krieges sind hilfreich, aber nicht Voraussetzung. |