| Literatur |
Kunter, M., Klusmann, U., Baumert, J., Richter, D., Voss, T., & Hachfeld, A. (2013). Professional competence of teachers: Effects on instructional quality and student development. Journal of Educational Psychology, 105(3), 805–820. https://doi.org/10.1037/a0032583
Mcdonald, Morva & Kazemi, E. & Kavanagh, Sarah. (2013). Core Practices and Pedagogies of Teacher Education: A Call for a Common Language and Collective Activity. Journal of Teacher Education. 64. 378-386. 10.1177/0022487113493807.
Rosebrock, C., & Nix, D. (2020). Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischen Leseförderung (9. Aufl.). Schneider im wbv. |
| Lerninhalte |
Lehrkräfte stehen im schulischen Alltag regelmäßig vor der Aufgabe, auf Grundlage diagnostischer Informationen fundierte didaktische Entscheidungen zu treffen. Eine zentrale Voraussetzung hierfür ist diagnostische Kompetenz, also die Fähigkeit, Lernstände und Leistungsentwicklungen von Schüler:innen angemessen zu erfassen, zu interpretieren und für Unterrichtsentscheidungen zu nutzen. Empirische Befunde zeigen jedoch, dass diese Kompetenz bei Lehramtsstudierenden häufig noch unzureichend ausgeprägt ist.An diesem Punkt setzt das Seminar an. Ziel ist der systematische Aufbau diagnostischer Kompetenz, exemplarisch bezogen auf das Fach Deutsch. Thematisiert werden (digitale) Verfahren der Lernstandserhebung (z. B. im Bereich Lesen oder Rechtschreibung), die (digitale) Auswertung und Interpretation von Leistungsdaten sowie die kritische Beurteilung diagnostischer Instrumente anhand zentraler Gütekriterien. Darüber hinaus werden datenschutzrechtliche und ethische Aspekte im Umgang mit (digitalen) Leistungsdaten reflektiert.Das Seminar folgt einem modularen, anwendungsorientierten Konzept, das theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen verbindet. Ziel ist es, angehenden Lehrkräften ein vertieftes Verständnis für diagnostische Verfahren zu vermitteln und sie auf ein evidenzbasiertes, professionelles Handeln im schulischen Kontext vorzubereiten. |