Ornamente sind grafische Systeme, die durch Wiederholung Bedeutung und Ästhetik schaffen. Die Teilnehmer:innen erkunden in eigener Recherche die grafische wie auch kulturelle Vielfalt - von islamischen Arabeskenm, Bauhaus-Mustern bis hin zur heutigen Pixelgrafik als popkulturelles Ornament - um sie als Inspiration für eigene künstlerische Entwürfe aufzugreifen. Im Fokus steht die praktische Umsetzung: Die Teilnehmer:innen entwickeln ornamentale Ideen und setzen sie in manuelle Drucktechniken um. Dabei werden Prinzipien wie Rhythmus, Spiegelung und Variation experimentell erprobt, die manuellen Drucktechniken dienen hier als künstlerisches Ausdrucksmedium. Das Seminar baut auf dem zuvor erworbenen Grundlagenwissen zu Hoch- und Tiefdrucktechniken auf. Wie bereits im Basismodul erarbeiten die Teilnehmer*innen eigene grafische Motive in Form von seriellen Druckgrafiken zu einem vorgegebenen Thema. Dieses bietet einen thematischen Rahmen, um individuelle künstlerische Entwürfe zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der Vertiefung des erlernten Wissens über Drucktechniken wie Kaltnadelradierung, Strichätzung, Aquatinta und Linolschnitt. Den Teilnehmer*innen steht es frei, den Schwerpunkt entsprechend ihrer persönlichen Präferenzen auf bestimmte Drucktechniken zu legen. Zusätzlich wird der manuelle Siebdruck als Durchdruckverfahren eingeführt, der ebenfalls erprobt und angewendet werden kann. Zum Abschluss des Seminars entwickeln die Studierenden gemeinsam ein Ausstellungskonzept, das sie eigenständig umsetzen. Die Ergebnisse ihrer künstlerischen Arbeiten werden im Rahmen einer Werkschau präsentiert. |