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Das Seminar widmet sich dem Literaturbetrieb als einem komplexen Gefüge aus Institutionen, Akteur:innen und Praktiken. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich literarische Institutionen als selbstorganisierende Regelsysteme verstehen lassen, die das literarische Feld formen, stabilisieren und transformieren. Wer publiziert wann, wo und unter welchen Bedingungen? Wie viel Arbeit steckt in einem Text? Wo passiert Literatur? Auf BookTok oder immer noch auf blauen Sofas? Um diese Fragen zu diskutieren, untersuchen wir Gate-Keeping-Prozesse, Publikationsmechanismen sowie Formen des symbolischen und ökonomischen Kapitals. Ein besonderer Fokus liegt auf den Akteur:innen des literarischen Feldes, insbesondere den Autor:innen als zentrale Figuren im Literaturbetrieb und deren Verflechtungen mit anderen Instanzen wie Verlagen, Feuilletons, Jurys und Fördereinrichtungen. |