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Who Gets to Be a Genius? Gender, Macht und Autor*innenschaft in Theater, Performance und Kulturpolitik - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar mit Praxisanteilen Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 1707 Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Rhythmus Studienjahr / Zielgruppe Bachelor-Studierende (für Master-Studierende geöffnet)
Credits Anmeldung Anmeldepflicht
Hyperlink   Evaluation Ja - Präsenzveranstaltung
Sprache englisch
Anwesenheitspflicht Ja (mind. 80%) (?)
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export
Di. 16:00 bis 18:00 c.t. wöchentlich 14.04.2026 bis 14.07.2026  Hs 52 / Burgtheater - KC.52.1.01 (großer Seminarraum im Theaterneubau) Raumplan   findet statt    
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Person
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Bousselmi, Meriam verantwortlich und durchführend
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
A_KPO-BM2 Kulturpolitik, TM 2: Theorie und Praxis der Kulturpolitik in Deutschland
MKKTKV-11 MM KP, TM: Cultural Policy, Konzeptionen von Kulturpolitik
KTTP-TMDGT Zeitgen PuD, Seminar / Vorlesung: Transdisziplinäre Einführung in die Theorien und Methoden von Diversität, Globalität und Transkulturalität
0ERA-3LP Veranstaltungen mit 3 Credits f. ausl. Programmstud. (ERASMUS)
0ERA-4LP Veranstaltungen mit 4 Credits f. ausl. Programmstud. (ERASMUS)
KKPO-iKP KKP AM KP(i)/KM, TM: Internationale Kulturpolitik
A_KPO-BM3 Kulturpolitik, TM 3: Auswärtige Kulturpolitik, Kulturpolitik in Europa und deutsche Kulturpolitik im internationalen Vergleich
KKPO-KP KKP AM KP(i)/KM, TM: Kulturpolitik
KTTP-MDGT Zeitgen PuD, Seminar: Praktische künstlerische u/o kulturpolitische Anwendung und Reflexion der Methoden von Diversität, Globalität und Transkulturalität
KTTP-KpkP3 Zeitgen PuD, Übung / Seminar / Exkursion: Kulturpolitisches und/oder künstlerisches Projekt
LSKP-TuPiD Theorie und Praxis der Kulturpolitik in Deutschland, Internationale Kulturpolitik, Kulturpolitische und kulturbetriebliche Rahmenbedingungen der verschiedenen Disziplinen
MKKT-SB212 M2.1 KP, TM: Transformative Kulturpolitik
KTh-GTTT Geschichte des Theaters oder Theorie des Theaters
KTh-EinTP Einführung in die /Grundlagen der Theaterpädagogik
KTh-VvTTgF Vermittlung von Theater/Theater in gesellschaftlichen Feldern
KTh-TuaKD Theater und die anderen Künste / Digitalität
MTHE-SB233 Mastermodul 3 Prakt. u. Techn. d. Insz., TM 3: Übung
3MTh-SB323 The Vermittlung KuG, Theater TM: Übung
KKP-KuWi2 Ästhetische Praxis als Gegenstand und Methode kulturwissenschaftlicher Forschung
KTh-GWTET Experimentelle Formen des Gegenwartstheaters
KTh-GWTIG Inszenierungen des Gegenwartstheaters
THE-AMGEG1 AM Gegenwartsth., TM: Theatertexte und Inszenierungen der Gegenwart
THE-AMPK1 AM Theater u.d.a.Künste / Populäre Kultur, TM: Theater und die anderen Künste
KWPK-AM3 BA KuWi AM Kulturwiss./Pop.Kultur, TM 3: Kulturgeschichte / Populäre Kultur / Kulturphilosophie
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Kulturpolitik
Inst. für Medien, Theater und Populäre Kultur
Inhalt
Literatur

Bücher
Kant, Immanuel. Kritik der Urteilskraft / Schriften zur Ästhetik und Naturphilosophie. Herausgegeben von Manfred Frank und Véronique Zanetti. Insel Verlag, 2009.

Leucht, Sabine, Petra Paterno, und Katrin Ullmann, editors. Status Quote – Theater im Umbruch: Regisseurinnen im Gespräch. Henschel Verlag, 2023.

Nochlin, Linda. Why Have There Been No Great Women Artists? Thames & Hudson, 2021.

Prat, Reine. Exploser le plafond: Précis de féminisme à l’usage du monde de la culture. Éditions Rue de l’Échiquier, 2021.

 

Artikel (Online)
Bousselmi, Meriam. “Eine Übung in Bewunderung: Das internationale Regisseurinnen-Festival ‘Jassad’ in Rabat – Über feministische Komplizinnenschaft als ästhetische Praxis.” plateforme.de, translated by Corinna Popp,https://plateforme.de/magazin/eine-uebung-in-bewunderung-das-internationale-regisseurinnen-festival-jassad-in-rabat/. Accessed 1 Oct. 2025.

Bousselmi, Meriam. “Gendert das weibliche Genie die ästhetische Praxis?” plateforme.de, translated by Corinna Popp, https://plateforme.de/magazin/meriam-bousselmi-laedt-uns-ein-auf-kant-und-hegel-zu-spucken/. Accessed 23 Sept. 2025.

 

Reports und Studien
Mazzocchetti, Jacinthe, Sarah Sepulchre, und Justine Vanhaelen. Gender Equality in European Theatres and Artistic Programmes 2024: A Study. European Theatre Convention, 2024, https://www.europeantheatre.eu/page/resources/online-library#114. Accessed 1 Oct. 2025.

Middle East Institute. State of the Arts: Creative Arab Women (Viewpoints Special Edition, Volume VI). 2010, https://www.mei.edu/sites/default/files/publications/Creative%20Arab%20Women%20VP.pdf. Accessed 23 Sept. 2025.

Towards Gender Equality in the Cultural and Creative Sectors: Report of the OMC Working Group of Member States’ Experts. Publications Office of the EU, 2021,https://data.europa.eu/doi/10.2766/122208. Accessed 1 Oct. 2025.

Vecco, Marilena, Paul Vroonhof, Martin Clarke, Amber van der Graaf, und Laura de Haan. Gender Gaps in the Cultural and Creative Sectors. European Expert Network on Culture and Audiovisual (EENCA), European Commission, 2019, https://kultur.creative-europe-desk.de/wp-content/uploads/2022/11/2019_Panteia_Gender_gaps_CCS.pdf. Accessed 1 Oct. 2025.

 

Bemerkung

Sprache:
Das Seminar wird zweisprachig auf Englisch und Deutsch durchgeführt; Arbeits- und Diskussionssprache sind flexibel.

 

Studienleistung:
Regelmäßige und aktive Teilnahme sowie eine kurze Hausarbeit.

 

Prüfungsleistung:
Eine umfangreichere schriftliche Ausarbeitung, ein Vortrag oder ein Beitrag in Video-, Audio- oder Podcast-Form (inklusive Interviewformat).

 

Language:
The seminar is conducted bilingually in English and German; the working and discussion languages are flexible.

 

Course Work (Studienleistung):
Regular and active participation as well as a short written assignment.

 

Final Assessment (Prüfungsleistung):
A more extensive written paper, an oral presentation, or a contribution in video, audio, or podcast format (including interview format).

 

Lerninhalte

(Deutsch)

"Why have there been no great women artists?" mit dieser berühmten Frage eröffnete Linda Nochlin 1971 eine Debatte, die das Verhältnis zwischen kultureller Anerkennung, Geschlecht und institutioneller Macht bis heute prägt. Das Seminar knüpft hier an und schärft zugleich die Leitfrage: Wer erhält überhaupt Zugang zum Status des "Genies" und durch welche strukturellen Mechanismen wird anderen dieser Zugang verwehrt?

Im Zentrum steht die Analyse kulturpolitischer Programme, Förderlogiken und institutioneller Entscheidungsprozesse, die über Sichtbarkeit, Anerkennung und die Verteilung künstlerischer Autorität bestimmen. Trotz Initiativen zur Geschlechterparität und umfangreicher Gleichstellungsrahmen zeigen kulturpolitische Berichte weiterhin, dass Frauen in Autorschaft, künstlerischer Leitung und institutioneller Positionierung systematisch benachteiligt werden.

Das Seminar verbindet kulturpolitische Analyse mit feministischer Theorie, Performance Studies und ausgewählten Fallstudien aus Theater und Performance. Untersucht wird, wie das Konzept des "weiblichen Genies" historisch marginalisiert, ästhetisch ausgelöscht und politisch unterminiert wurde und wie kulturelle Infrastrukturen, Kanonbildungsprozesse und internationale Kulturpolitik diese Ungleichheiten reproduzieren  auf der Bühne, in Produktionsprozessen und in institutionellen Praktiken.

Ziel ist es, die Kategorie "Genie" kritisch zu dekonstruieren, ihre kulturpolitischen und ästhetischen Wirkungen offenzulegen und gemeinsam mit den Studierenden zu reflektieren, welche strukturellen Korrekturen, politischen Instrumente und institutionellen Reformen notwendig sind, um gerechtere Bedingungen für Autorschaft, Sichtbarkeit und kulturelle Anerkennung zu schaffen.

 

Lernziele:

- Kritische Analyse kulturpolitischer Systeme und Instrumente in Bezug auf Geschlecht, Machtverhältnisse und die Bedingungen künstlerischer Autor*innenschaft  insbesondere im Theater- und Performancebereich.

- Reflexion der ästhetisch-politischen Konstruktion des "Genies" sowie der damit verbundenen Ausschlusslogiken innerhalb kulturpolitischer Entscheidungsprozesse, Förderstrukturen, Produktionsbedingungen und Kanonbildungen.

- Entwicklung eines transnationalen Verständnisses von Genderpolitik in der Kulturpolitik, mit besonderem Fokus auf europäische und arabischsprachige Regionen sowie deren spezifische kulturpolitische Regime, Fördermechanismen und institutionelle Rahmenbedingungen.

- Vertiefung analytischer und vergleichender Kompetenzen durch Fallstudien zu kulturpolitischen Programmen, kulturrechtlichen Strukturen, ästhetischen Praktiken und institutionellen Arbeitsweisen aus Europa und dem arabischsprachigen Raum.

 

(English)

“Why have there been no great women artists?” With this pivotal question, Linda Nochlin initiated a debate that continues to shape how female artistic labour, cultural recognition, and institutional power intersect. This seminar takes her provocation as a starting point and examines the structural inequalities that affect female artists in terms of visibility, recognition, and artistic authority.

The course focuses on cultural-policy programmes, funding mechanisms, and institutional decision-making processes that determine which female artists gain access to resources, visibility, canon formation, and leadership roles and why others remain excluded. Despite extensive gender-equality initiatives, cultural-policy reports continue to demonstrate that female artists remain significantly underrepresented in authorship, directing, artistic leadership, and institutional positions.

Combining cultural-policy analysis with feminist theory, performance studies, and selected case studies from theatre and performance, the seminar investigates how the concept of “genius” has historically been coded as male, how female artistic innovation has been marginalised or erased, and how cultural infrastructures and canon-formation processes reproduce these inequalities across stages, production systems, and curatorial and institutional practices.

The aim is to analyse the structural conditions under which female artists work, reveal symbolic and material mechanisms of exclusion, and explore what cultural-policy reforms and institutional adjustments might be necessary to create more equitable conditions for female authorship, visibility, and cultural recognition.

 

Learning Objectives:

- Critical analysis of cultural-policy systems and funding structures with regard to the working conditions, visibility, and institutional positioning of female artists.

- Reflection on the aesthetic and political construction of “genius” and its impact on the cultural marginalisation of female artistic innovation.

- Understanding historical and contemporary processes of canon formation in which female artists have been systematically underrepresented or rendered invisible.

- Strengthening analytical and comparative skills through case studies on cultural-policy programmes, institutional practices, and the aesthetic work of female artists in Europe and in Arabic-speaking countries.

 

 


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