| Lerninhalte |
Zeitgenössische Literatur zeichnet sich zunehmend durch hybride Formen und die bewusste Kombination unterschiedlicher Gattungen und Erzählmuster aus: RomCom trifft auf akademische Schreibweisen, Abenteuerplots verschränken sich mit poetologischen Reflexionen. "Genre" erscheint in vielfältigen Ausprägungen und Mischformen. Im Seminar wird dieses Phänomen systematisch untersucht. Gemeinsam lesen und diskutieren wir ausgewählte Texte, die Genreschemata sowohl anwenden als auch unterlaufen, darunter Dorothee Elminger (Die Holländerinnen), Rebecca Kuang (Katabasis), Kim de L’Horizon (Blutbuch), Marius Goldhorn (Die Prozesse) sowie Ottessa Moshfegh (Lapvona), aber auch „Hyper-Genre“-Romane wie jene von Rebecca Yarros. Möglich wären auch Lektüren von Sally Rooney oder experimentellere Ansätze von Kathy Acker. Die Leseliste ist ein Vorschlag und wird beim ersten Termin gemeinsam diskutiert und fortlaufend weiterentwickelt. Als theoretische Grundlage diskutieren wir Begriffe wie Genre, Populäre Literatur, "E" und "U"-Literatur sowie Middlebrow Literature. Ebenso schauen wir uns erzähltheoretische Ebenen an, z.B. Erzählschemata. Hinweis: Bitte nur anmelden, wenn die Bereitschaft besteht, viel zu lesen und aktiv mitzuarbeiten. |