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Raum und Zeit sind nicht bloß geographische und physikalische Konstruktionen kultureller Struktur- und Wahrnehmungsphänomene. Sie sind immer auch Ausdruck von gesellschaftlichen und politischen Aushandlungen und von Macht und Ermächtigung, die historische, gegenwärtige und zukünftige Orientierungen ausformen und bestimmen. Künste machen vertraute Raum/Zeitvorstellungen als Konstruktionen sichtbar. Sie befragen sie kritisch und sie praktizieren andere Raum-/Zeitvorstellungen, mit denen andere Gesellschaften, Geografien, Politiken und Geschichten realsierbar werden. Raum- und Zeitdramaturgien sollen exemplarisch als kritische künstlerische Praktiken der Gegenwart untersucht werden. |