Szenische Praxis: Performing a Solo
Im Rahmen einer umfangreichen Aufgabe werden von allen Teilnehmenden dieser Übung performative Solo-Aktionen entworfen und einzeln vor der Gruppe umgesetzt. Es entsteht in einer Vielzahl von Performances pro Person eine bewusst zufällige Dramaturgie im Ablauf. Dies hat als Übung den möglichen Effekt, sich in einem performativen Parcours von extra nicht geprobten Aktionen zu verausgaben. Ausgangspunkt hierfür wird ein Kunstwerk sein wie z.B. ein selbstgewähltes Gemälde. Hierzu entwickeln die Teilnehmenden füreinander assoziativ Begriffe, zu denen jeweils einzeln performativ gearbeitet wird.
Die Übung erfordert die Bereitschaft, alleine zu performen und die Performances in Eigenverantwortung zu konzeptionieren und außerhalb der Veranstaltungszeit vorzubereiten. Als Solo-Performer:in zu agieren kann einen Zugang schaffen zu eigenen künstlerischen Impulsen und Themen, die dringlich sind für die jeweilige Person. Außerdem können interaktive Formen mit dem Publikum, der Umgang mit Materialien und Texten in solistischer Umsetzung ausprobiert werden. Die fragile Exponiertheit, die durch eine Solo-Performance entsteht, wird durch die konzentrierte Aufmerksamkeit der Gruppe und einen geführten Feed Back-Prozess mit Sorgfalt 'gehalten'. |