| Literatur |
• Karen Hellekson & Kristina Busse (Hrsg.) (2006): Fan Fiction and Fan Communities in the Internet Age; • Moritz Stock & Jörg-Uwe Nieland (2019): Fan Fiction als szenische Vergemeinschaftung: Text- und Bedeutungsproduktionen und ihre Verhandlungen; • Anastasia Salter & Bridget Blodgett (2021): "Fanfiction, Transformative Works, and Feminist Resistance in Digital Culture." In: Gender in American Literature and Culture; • Anne Deckbar (2023): "Interaktion, Feedback und Negotiation in serieller Fanfiction" In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik. |
| Lerninhalte |
Die Literaturzeitschrift vom MÄRZ-Verlag ist Fanfiction gewidmet, das Deutsche Literaturarchiv Marbach will ausgewählte Fanfictions offline katalogisieren und umgearbeitete Fanfictions feiern als Romane und Filme populäre Erfolge. Dass Fanfiction als literarische Praxis zunehmend die Verlagswelt, insbesondere die Buchvermarktung prägen, ist inzwischen beinahe old news. Im Seminar diskutieren wir daher das Phänomen Fanfiction/ "transformative works" aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Perspektive. Hierbei liegt der Fokus auf Fanfiction als queer-feministischer Praxis, partizipativer Schreibkultur und Rückaneignung monopolisierter Geschichten. Um selbst in ebendiese Praxis zu gelangen, analysieren wir typische narrative Strategien und Schreibtechniken. Die nutzen wir, um uns selbst bestehende Geschichten anzueignen, umzuformen und zu Text-Wilderern zu werden: Praktisches Teilziel des Seminars ist die Arbeit an einer eigenen Fanfiction. |