Gedenkstätten, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern, sind zentrale Orte historisch-politischer Bildung. Doch was genau meint Gedenkstättenpädagogik – und wie kann sie in einer Gegenwart, die von Antisemitismus, Rassismus und demokratiefeindlichen Tendenzen geprägt ist, wirksam werden?
Das Seminar bietet eine Einführung in Grundlagen und Fragestellungen der Gedenkstättenpädagogik an Orten nationalsozialistischer Verfolgung und Gewalt. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Konzepten erinnerungskultureller und politischer Bildung, ihren Zielen, Spannungsfeldern und Herausforderungen.
Gemeinsam erarbeiten wir uns über grundlegende Texte ein inhaltliches Fundament, auf dem wir anschließend verschiedene Methoden und Zugänge aus der pädagogischen Praxis kennenlernen, erproben und reflektieren. Dabei wird auch diskutiert, wie Bildungsarbeit an NS-Erinnerungsorten zur kritischen Auseinandersetzung mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen beitragen kann.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – erwartet wird vor allem die Bereitschaft zur aktiven und kritischen Mitarbeit.
Die Veranstaltung ist Teil des Schwerpunkts Erinnerungskulturen und Bildung. |