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In der Übung „Schauspielgrundlagen“ wollen wir uns basierend auf den Ausführungen Stanislawskis bzw. Stella Adlers in der Gruppe und in Zweier-Konstellationen den Grundlagen des psychologischen-realistischen Schauspielens auf praktische, d.h. spielende, beobachtende sowie beschreibende Art und Weise nähern. Inhalte der Block-Übung im zweiwöchentlichen Turnus auf der Studiobühne des Hauptcampus sind zunächst das spielerische Tun, kleinere Aufwärmübungen zu Körper, Stimme und Sprechen, Vorübungen zum Schauspielen (Assoziations-, Beobachtungs-, Konzentrations- sowie Partnerübungen), der Umgang mit vorgestellten oder realen Gegenständen, das Erspielen von Vorgängen und Drehpunkten, der Aufbau von Situationen über die Beantwortung der W-Fragen (Umstände), das praktische Klären des Dreiklangs „beobachten-bewerten-reagieren“, Haltung und Untertext, erste Annäherungen an eine „Figur“ sowie die Begegnung mit der „Gegenfigur“ über diverse Improvisationen (vom Gestischen zum Wort). Spielende, beobachtende sowie beschreibende Einheiten wechseln sich im Sinne einer Gruppenübung jeweils ab. Es wird erbeten, bequeme Kleidung (Sport- und/oder Wechselkleidung) mitzubringen.
Vita: André Hinderlich (er/ihm) ist Performancekünstler, Theatermacher, Schauspieler, Dramaturg und studierter Gesellschaftstheoretiker bzw. Theaterwissenschaftler. Nach seinem Bachelorstudium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an den Universitäten Wien, Kopenhagen und Salamanca, studierte er am Mozarteum Salzburg (Thomas Bernhard Institut) Darstellende Kunst (Schauspiel, M.A.). In den Folgejahren von 2011-2021 war er als Schauspieler und Theatermacher am Thalia Theater, Neuen Theater, an der Oper Halle, am Leipziger Tanztheater und zuletzt an der Seite des niederländischen Kollektivs Wunderbaum am Theaterhaus Jena engagiert. Freischaffend war Hinderlich auch als Regieassistent, schauspielerisch-filmisch, fotografisch sowie theater- und performancepädagogisch tätig. Hinderlich promoviert zur Zeit am Graduiertenkolleg 2477 „Ästhetische Praxis“ in Hildesheim zum Thema „Lebendige Natur“ innerhalb der zeitgenössischen Performance-Kunst. |