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In dieser Regieübung steht die Auseinandersetzung mit Konzeptkunst und ihrer Übertragbarkeit auf theatrale Prozesse im Mittelpunkt. Am Beispiel von Sheila Hetis Konzeptroman Alphabetical Diaries erarbeiten die Studierenden Methoden, mit denen sich Materialien inszenatorisch erschließen lassen, die nicht den Logiken von dramatischen Texten, Filmen oder konventioneller Prosa folgen. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, die den spezifischen Eigenheiten solcher Texte gerecht werden und zu eigenständigen, experimentellen Inszenierungskonzepten führen. Auf Basis des Textmaterials werden zudem szenische Skizzen erarbeitet, in denen das Regieführen im Umgang mit konzeptuellen Vorlagen praktisch erprobt wird. Da der Roman ausschließlich in englischer Sprache vorliegt, sind gute Englischkenntnisse für die Teilnahme an der Übung erforderlich.
Vita: Anta Helena Reckes künstlerische Praxis gerinnt in Aufführungen, Filmen, Happenings, Texten und Situationen. Ihre Inszenierungen folgen dabei einer Logik der Beziehungsarbeit, suchen nach Desillusion und der stetigen Bewusstseinserweiterung aller am Prozess und Ergebnis Beteiligten. Sie studierte Szenische Künste an der Universität Hildesheim und war von 2015-2017 als Regieassistentin an den Münchner Kammerspielen tätig. Sie ist Mitbegründerin des Deutschen Museums für Schwarze Unterhaltung und Black Music und arbeitet als künstlerische Kollaborateurin und Produktionsdramaturgin mit Joana Tischkau und Jeremy Nedd. Sowohl als Teil des Künstlerinnen-Trios Recke/Lehmann/Froelicher als auch solo inszeniert sie an verschiedenen Theatern in Europa. |